Markieren mit dem symbolischen Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten für das neue Verwaltungsgebäude auf dem Kasernenareal (von links): Claudius Uiker (Partner bei Vollack), Armin Koch (Vollack-Geschäftsführer), Benjamin Reis (Projektleiter), Heiko Bartle (Architekt), Landrat Frank Scherer, Oberbürgermeister Wolfram Britz, Ulrike Karl (Dezernentin für Zentrale Steuerung beim Ortenaukreis) und Achim Müller vom Gebäudemanagement des Ortenaukreises. Foto: Stadt Kehl/Gregotsch

Auf dem Kasernenareal in Kehl entsteht ein vierstöckiges Verwaltungsgebäude des Ortenaukreises. Ab Ende 2025 sollen dort 90 Mitarbeiter unter ein Dach kommen.

Ein symbolischer Spatenstich im Kehler Kasernenareal markierte den Startpunkt für den Bau eines neuen, vierstöckigen Verwaltungsgebäudes des Ortenaukreises. Darüber informierten die Städteverwaltungen Kehl und Offenburg in Pressemitteilungen. Demnach sollen auf rund 3500 Quadratmetern bis Ende 2025 Arbeitsplätze für 90 Mitarbeiter entstehen. Damit führt der Kreis das Amt für Soziales und Versorgung, die Sozialen Dienste, die Psychologische Beratungsstelle, die Kommunale Arbeitsförderung sowie das Kfz-Bürgerbüro unter einem Dach zusammen.

 

Unter anderem mit dabei beim Spatenstich waren neben Landrat Frank Scherer und Oberbürgermeister Wolfram Britz Vertreter des Ortenaukreises und der Vollack-Gruppe, die das Projekt plant und realisiert. „Auf dieser Fläche entsteht ein zentraler, kundenfreundlicher Dienstleistungsort für Bürgerinnen und Bürger, der schwellenfrei zugänglich und gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist“, erläuterte Landrat Scherger. Um für die Kunden optimale Leistungen zu erbringen, aber auch um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen, seien ansprechende Räumlichkeiten und Arbeitsbedingungen unabdingbar.

Konkurrenzdruck erfordert moderne Bedingungen

Ein Aspekt, den Oberbürgermeister Britz in seiner Rede ebenfalls aufgriff. Der verschärfte Konkurrenzdruck um Fachkräfte erfordere moderne Rahmenbedingungen. Für diese würde der Kreis nun sorgen. Darüber hinaus betonte er, dass der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern trotz der zunehmenden Digitalisierung immer noch wichtig sei. Darüber, dass das Gebäude höchsten energetischen Standards entsprechen werde, zeigte sich der OB erfreut. Gemeint ist damit, dass die Versorgung des neuen Gebäudes zu 100 Prozent mit grüner Energie erfolgt. Konkret sind dafür 13 Erdsonden, die jeweils 120 Meter in die Tiefe ragen, zuständig, heißt es von der Stadt Offenburg. Auch Landrat Scherer zeigte sich davon beeindruckt: „Damit werden wir in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unseren Umwelt- und Klimaschutzzielen voll gerecht.“

Dass für die Verbesserung der Verwaltungsarbeit ein Neubau her soll, war lange Zeit unklar. Die Kreisverwaltung hatte an einer Verbesserung gearbeitet und Optionen durchgespielt – angefangen von Erweiterungen an den derzeitigen Dienststellen und der Umnutzung bestehender kreiseigener Schulgebäude über den Erwerb eines Bestandsgebäudes zur Bündelung aller Dienststellen bis hin zum Neubau. Letztlich sei nur eine Zusammenführung in einem Gebäude sinnvoll, umsetzbar und vertretbar gewesen, so der Landrat.

Grundstück wurde im Jahr 2019 gekauft

„Mit dem Beschluss, das von der Stadt Kehl angebotene Grundstück in der Hafenstraße zu kaufen und einen eigenen Neubau in einem Generalübernehmermodell zu realisieren und so insgesamt rund 17,5 Millionen Euro zu investieren, haben der Verwaltungsausschuss und der Kreistag bis 2019 die entscheidenden Weichen gestellt“, betonte Scherer, der den Kreisräten für die zukunftsweisenden Entscheidungen dankte. Neben den drei Klinikneubauten sei das neue Landratsamt in Kehl die größte Einzelbaumaßnahme des Ortenaukreises.

Mit ihr bekenne sich der Landkreis standortpolitisch zu seiner Kreisstadt Kehl und setze ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Verwaltungs- und Europastadt.

Für die nächsten 22 Monate bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2025 wünschte Scherer allen Beteiligten eine reibungslose und unfallfreie Bauphase.

Weiteres Projekt

Das neue Landratsamt soll künftig verschiedene Dienststellend es Ortenaukreises bündeln. Die Stadtverwaltung Kehl wolle selbst einen ähnlichen Weg einschlagen. „Wir wollen die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Rathausplatz zusammenführen“, sagte OB Wolfram Britz und verwies auf das geplante Verwaltungsgebäude, in dem rund 170 städtische und Mitarbeiter künftig Platz finden sollen.