Am Stuttgarter Fernsehturm hängt mehr als nur die Sicht über den Talkessel - nämlich Jobs. Foto: Leserfotograf erich

Am Stuttgarter Fernsehturm hängt mehr als nur die Sicht über den Talkessel: Wenn sich bis Mitte November nichts tut, müssen beim SWR sieben Menschen entlassen werden. Aufzugführer und Verwaltungspersonal sind betroffen.

Stuttgart - Am Stuttgarter Fernsehturm hängt mehr als nur die Sicht über den Talkessel: Bei einer längerfristigen Schließung droht bei einer Tochtergesellschaft des Südwestrundfunks ein Arbeitsplatzabbau. Wenn sich bis Mitte November nichts tue, müssten sieben Menschen entlassen werden, sagte ein SWR-Sprecher am Mittwoch. Dabei handele es sich um die Aufzugführer sowie Verwaltungspersonal. Bei der Betreibergesellschaft des Turms seien 13 Menschen tätig. Fünf Techniker würden eingeschränkte Schichten fahren. Die Betreiber der Fernsehturm-Gastronomie hatten bereits Insolvenz angemeldet.

Vergangene Woche hatte der Südwestrundfunks ein Brandschutzgutachten zu dem Turm an die Stadt übergeben. Zur Verbesserung des Brandschutzes wird unter anderem empfohlen, die Leitungen in dem Turm mit einem feuerfesten Material zu umhüllen. Außerdem werden Veränderungen beim Rauchabzug sowie zusätzliche technische Maßnahmen zur Überwachung der Hochfrequenzkabel vorgeschlagen. Das Gutachten müsse die Stadt nun prüfen.

Der 217 Meter hohe Stuttgarter Turm ist der weltweit erste Fernsehturm und gilt als Urmodell für viele Nachfolgemodelle. Er wurde 1956 eingeweiht und ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatte den Turm Ende März aus Brandschutzgründen für den Besucherverkehr schließen lassen.

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