Interview für den SWR: Wiebke Dirks erklärt vor der Kamera alles über das Biohacking. Foto: biohacking-bd.com

Tigerentenclub-Moderator Johannes Zenglein und eine Filmcrew der Bavaria Entertainment GmbH aus München drehten am Samstag, 17. Juli, in Bad Dürrheim. Der Moderator selbst probierte das Eisbaden aus.

Bad Dürrheim - Mit einem exklusiven Eisbade- und Atem-Workshop wurde im kleinen Kreis der neue 400 Liter Eisbadezuber eingeweiht. Vor laufender Kamera stieg dann auch Johannes Zenglein in die mit 70 Kilo Eis heruntergekühlte Holzwanne. Die Ausstrahlung der Sendung im SWR Fernsehen ist für den Herbst geplant.

Geleitet wurde der Mini-Workshop von Wiebke Dirks, Coach und Trainerin (IHK), die als Teil ihrer Wim-Hof-Trainer-Ausbildung seit 2020 kleine Gruppen mit "ins Eis" nimmt. Sie bereitete die Gruppe von interessierten Eisbadern mit Atemübungen, Mentalübungen und gezielten Aufwärmtechniken vor und begleitete sie vom Wannenrand aus beruhigend und stärkend.

Entspannung im Eiswasser

Mit der Kamera auf sich gerichtet, erklärt die Resilienz-Trainerin: "Der schönste Moment für mich als Coach ist, wenn ich sehe, wie jemand sich schon nach kurzer Zeit im Eiswasser entspannen kann. Es ist ein Loslassen, das auch das Gedankenkarussell im Kopf unterbricht und uns wenig später mit Glückshormonen flutet." Ein wichtiges Ziel der Wim-Hof-Methode ist es, zu lernen, gelassener und gesünder mit Stress im Alltag umzugehen. Außerdem zeigten wissenschaftliche Studien eine verblüffende immunstärkende Wirkung der Methode.

Die ersten Gedanken, wenn man an Bad Dürrheim denkt, sind eher mit warmen Solebädern verbunden. Wie kommt man dann darauf, eine Eisbadewanne ins Programm aufzunehmen? Beate Proske, Leiterin des neuen Projektes Biohacking für die Kur- und Bäder: "Die gesundheits­fördernden Elemente des Kaltbadens haben bei uns bereits vor vielen Jahren durch zahlreiche Kneipp-Anwendungen Einzug gefunden. Heute gibt es weltbekannte Größen wie den Niederländer Wim Hof, auch ›The Iceman‹ genannt, die neue Ansätze in der Kälteanwendung beisteuern. Wir holen als erste Destination diesen internationalen Trend des Biohackings in den Schwarzwald. Das Besondere: Wir schaffen eine neue Heimat für die internationale Biohacking Community, die sich bisher nur sporadisch an verschiedenen Orten trifft. Der Biohacking-Lifestyle passt zu uns, weil er von Verantwortung für die individuelle Gesundheit und der Wissbegier und Experimentierfreude geprägt ist."

Neue Erlebnisse

Im Rahmen des neuen Projektes Biohacking werden in der Gesundheitsstadt im Südschwarzwald neue Erlebnisangebote geschaffen. Und zwar gezielt in drei traditionellen Kompetenz-Bereichen: Stress-Resilienz und Burnout-Prävention, körperliche und mentale Leistungsfähigkeit sowie Atemgesundheit.

Das Anbaden für die Wintersaison ist für Samstag, 2. Oktober, geplant. Unter fachkundiger Anleitung können Einsteiger und Kenner das Biohacking-Erlebnis genießen. Es sind regelmäßig geführte Winterbade-Termine geplant. Der erste Eisbade-Workshop ist auf Samstag, 15. Oktober, terminiert.