Die Kinzigtäler Coverband „Switch“ feiert ihren 40. Geburtstag. Am 13. Juli geben die Musiker zu diesem Anlass ein Jubiläumskonzert im Rahmen des Hofstetter „Bach-Musikfests“. Sie erzählen im Interview über ihre Karriere – und wie sie proben.
Die Musiker geben am Samstag, 13. Juli, ab 20.30 Uhr im Rahmen des Bachmusik-Fests der Musikkapelle ein Jubiläumskonzert unter freiem Himmel. Dabei wird die Band mit Rock-Klassikern vergangener Jahrzehnte für Stimmung sorgen. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert auf die Bühne in der Gemeindehalle verlegt. Dazu ist der Eintritt frei.
Musiker kommen aus dem gesamten Kinzigtal
Die Musiker von „Switch“ sind, was das Musikmachen angeht, mit Ausnahme von Neuling Andi Waibel, allesamt „alte Hasen“. Sie haben immer noch richtig Spaß daran, ihre Fangemeinde auf Betriebstemperatur zu bringen. Der Hofstetter Martin Krämer (Keyboards und Gesang), der Steinacher Peter Dold (Bass und Gesang), die Gitarristen Hansi Allgaier (Haslach) und Andi Waibel (Fischbach), der Steinacher Michael Rigling (Percussion) und Schlagzeuger Mathias Disch aus Elzach beherrschen ihre Instrumente aus dem Effeff. Das Projekt „Switch“ entstand eigentlich aus der 1983 gegründeten Band „Matomik“, deren Name von Martin-Thomas-Michael herrührte.
Die drei jungen Künstler betrieben Musik überwiegend zum Spaß. Sie spielten anfangs hauptsächlich als Begleitband bei Jugend-Gottesdiensten. 1984 kamen der erste Sologitarrist Klaus Fautz und Bassist und Sänger Peter Dold dazu. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Band, die sich immer mehr der Rockmusik zuwandte, in „Switch“ umgetauft. Anfangs komponierten die damals fünf Bandmitglieder einen großen Teil ihrer Titel noch selbst. Bald merkten sie, dass Coversongs bei ihrem Publikum besser ankamen. Und so ging die Entwicklung mehr und mehr in Richtung reine Coverband. Für kurze Zeit gesellte sich die erste Sängerin Uli Allgaier dazu.
„Unser erster Auftritt fand am 28. Dezember 1984 in kleinem Rahmen bei der Firma Landmaschinen Fautz in Biberach statt“, erinnert sich Dold. Der erste öffentliche Auftritt ließ dann auch nicht lange auf sich warten. „Wir haben im Januar 1985 in der Hofstetter Gemeindehalle gespielt“, schwelgen die Musiker in Erinnerungen. Die Entwicklung führte zu weiteren personellen Umbesetzungen. „Wir mussten einen neuen Schlagzeuger suchen, bekamen mit Helge Müller aus Haslach einen Gastmusiker, der uns gut unterstützte“, erzählt Martin Krämer.
Wiederholte personelle Umbesetzungen der Band
Ein halbes Jahr später fand die Band den Elzacher Mathias Disch, der bis heute die Drumsticks schwingt. Die Fangemeinde fing deutlich an zu wachsen. Zwischendurch spielte der Lahrer Christian Schilli als zweiter Gitarrist ein Jahr mit, bis er 1989 von Hansi Allgaier abgelöst wurde. Von da an ging es karrieremäßig steil nach oben. In den 1990er-Jahren spielten „Switch“ auf vielen Hochzeiten, gaben viele Konzerte. Das galt nicht nur für die Region, sondern auch für den Freiburger Raum. Von 1998 bis 2008 brachte sich die Haslacher Sängerin Elke Haser als Frontfrau stimmlich mit ein. „Dann kam Christine Maas aus Weeze zu uns, die uns immer noch auf großen Veranstaltungen begleitet“, berichtet Krämer. Nach dem Austritt von Gitarrist Klaus Fautz bestritt die Band ihre Gigs mit wechselnden Gastmusikern. Das ging nicht nur mit viel Spaß, sondern auch einiger Aufregung einher.
Andy Waibel aus Fischbach, der 2022 seine Prüfung als Bachelor of Arts in „Popular music“ im Hausacher „Triangel“ erfolgreich ablegte, ist seit dem vergangenen Jahr das bisher jüngste “Switch“-Mitglied.
Regelmäßige Proben
Alle 14 Tage proben „Switch“ in Steinach-Sarach bei Bassist Peter Dold. Im ausgebauten, schallisolierten Obergeschoss einer alten Scheune toben sich die Musiker aus. „Hier stören wir niemanden, können es ordentlich krachen lassen“, so Martin Krämer. Beim Jubiläums-Konzert in Hofstetten werden unter anderem Stücke von Deep Purple, Guns n’ Roses, Rolling Stones, Eagles, Marius Müller-Westernhagen oder AC/DC für Stimmung sorgen.