Die SWEG gibt auf Nachfrage unserer Redaktion ein Update zu den aktuellen Arbeiten auf der Strecke zwischen Hechingen und Gammertingen – auch am Burladinger Bahnhof wird gebaut.
Noch immer fahren auf der Bahnstrecke zwischen Hechingen und Gammertingen – mit Halt in Burladingen – keine Züge, sondern Schienenersatzverkehr. Grund sind Bau- und Forstarbeiten entlang der Bahnstrecke. Wir haben uns nach dem aktuellen Stand erkundigt.
Seit dem 26. Oktober bis einschließlich Sonntag, 10. November, bleibt die Strecke dicht. Auf der Strecke werden unter anderem Stopfarbeiten zur Verbesserung der Gleislage ausgeführt, eine Weiche im Bereich Gauselfingen instandgesetzt und Signale für die neue Stellwerkstechnik auf der ganzen Strecke gestellt.
Die SWEG äußert sich auf Nachfrage unserer Redaktion zuversichtlich: „Die Arbeiten zur Erneuerung der Stellwerkstechnik kommen gut voran. Die neuen Signale werden bereits im November 2024 aufgestellt, bleiben aber zunächst abgedeckt, das heißt für den Bahnbetrieb ohne Wirkung. Es folgen die Herstellung der Schaltanlagen in den Schalthäusern sowie die Verkabelung in der Außenanlage“, antwortet ein SWEG-Sprecher.
Die Inbetriebsetzungsplanung sei gegenwärtig noch im Gange. „Wir gehen davon aus, dass die Stellwerkstechnik im Jahr 2025 in Betrieb genommen werden kann.“
Schranken und Lichtzeichen sollen später noch folgen
Die SWEG nutzt die aktuelle Sperrung der Strecke nicht nur für die bereits beschriebenen Arbeiten, sondern macht sich die zugfreie Phase gleich noch zunutze für Bauarbeiten im Gleisbereich des Burladinger Bahnhofs.
Hier wird der SWEG zufolge ein neuer Zugang zum Inselbahnsteig gebaut. „Dieser wird durch einen neuen Reisendenüberweg realisiert, der an eine neue, barrierefreie Rampe anschließt“, heißt es in der Antwort.
Das Unternehmen verspricht sich dadurch eine deutlich bessere Erreichbarkeit des Inselbahnsteigs für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen. Der Reisendenüberweg werde zusätzlich mit einer technischen Sicherung aus Schranken und Lichtzeichen versehen.
„Diese wird allerdings erst im Jahr 2025 – zusammen mit der neuen Stellwerkstechnik – in Betrieb genommen. Weiterhin wird die Zuwegung mit Bodenindikatoren ausgestattet, was die Orientierung für sehbehinderte Reisende erleichtert“, schreibt die SWEG.
SWEG: Jede technische Anlage weist gelegentlich Funktionsstörungen auf
Der bestehende Inselbahnsteig wurde im August als vorbereitende Maßnahme zunächst gekürzt, um das Baufeld für die Rampe frei zu machen. Die Baumaßnahme für die neue Zuwegung hat am 26. Oktober mit Beginn der Streckensperrung begonnen.
„Ein Großteil der Arbeiten wird im Laufe der Sperrzeit abgeschlossen. Jedoch werden aufgrund von Material-Lieferschwierigkeiten einige Arbeiten im Nachgang, aber unter laufendem Bahnbetrieb, durchgeführt“, erklärt das Unternehmen.
Reisende auf dieser Strecke dürften hoffen, dass ihre Züge mit dem Einzug der neuen Technik noch zuverlässiger fahren werden und Störungen minimiert werden.
Der SWEG-Sprecher hierzu: „Jede technische Anlage weist gelegentlich Funktionsstörungen auf. So kam und kommt es auch bei der nun zu ersetzenden Stellwerkstechnik ab und an zu Störungen. Diese können dann zu Störungen des Bahnbetriebs in Form von Zugverspätungen führen. Da jegliche Sicherungstechnik im Bahnbereich mit Rückfallebenen ausgestattet ist, haben solche Störungen aber keine Auswirkungen auf die Betriebssicherheit.“