Geschäftsführung und Betriebsrat der Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) haben für den Hauptsitz in Waldmössingen ein Freiwilligenprogramm für bis zu 150 Beschäftigte vereinbart.
Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) und ihr Betriebsrat haben eine gemeinsame Vereinbarung zur Anpassung der Personalsituation am Hauptsitz in Waldmössingen getroffen. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Angesichts der anhaltend schwierigen Marktbedingungen im Maschinenbau werde das Unternehmen ein Freiwilligenprogramm für bis zu 150 Beschäftigte auflegen.
Herausforderndes Marktumfeld
In der Mitteilung geben die Geschäftsführung und der Betriebsrat gemeinsam bekannt, dass diese Personalanpassung aufgrund der anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sei: „Insbesondere die globalen, geopolitisch geprägten Marktunsicherheiten, die strukturellen Veränderungen in der Automobilbranche sowie der hohe Kosten- und Innovationsdruck haben das Geschäftsumfeld in den vergangenen Monaten weiter beeinflusst.“
SW hatte bereits im November 2025 die Prüfung von Personalanpassungen intern angekündigt (wir berichteten).
Sozialverträgliche Lösungen
Trotz der schwierigen Gesamtlage sei es der Geschäftsführung und dem Betriebsrat in offenen, konstruktiven und partnerschaftlichen Gesprächen gelungen, eine sozialverträgliche Lösung zu erarbeiten. Das gemeinsam entwickelte Freiwilligenprogramm biete den Beschäftigten verschiedene Optionen und berücksichtige somit ihre individuellen Lebenssituationen bestmöglich. (Wie die angekündigte Lösung konkret aussieht, wird in der Mitteilung von SW nicht weiter erläutert.)
„Die getroffene Vereinbarung ermöglicht es uns, die notwendigen strukturellen Anpassungen umsichtig und sozialverträglich umzusetzen“, erklärt die Geschäftsführung in der Mitteilung weiter. „Dieser Schritt ist schmerzhaft, aber es ist unumgänglich, um das Unternehmen in seiner Substanz zu stärken und es langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Wir danken allen Beschäftigten für ihr Verständnis und ihre ausdauernd hohe Einsatzbereitschaft in dieser herausfordernden Phase.“
Zukunftsfähigkeit durch Investitionen
Beide Seiten betonen, dass dieser Schritt notwendig sei, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Parallel zur Personalanpassung werde SW weiterhin substanziell in wichtige Zukunftsfelder investieren: „Dazu zählen die Forschung und Entwicklung neuer nachhaltiger Fertigungslösungen, die Digitalisierung von Prozessen und Produkten sowie der Ausbau des Kunden- und Branchenportfolios – beispielsweise in den Bereichen Elektromobilität, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt.“ Das Ziel bestehe darin, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und neues Wachstum zu ermöglichen. Geschäftsführung und Betriebsrat seien davon überzeugt, dass das Unternehmen mit den eingeleiteten Maßnahmen solide aufgestellt ist, um die kommenden Marktanforderungen erfolgreich zu bewältigen.