Matthis Johannsen wechselte im vergangenen Sommer vom SV Tumlingen-Hörschweiler in die Landesliga nach Wittendorf. Nach langer Knieverletzung ist der Innenverteidiger zu einem wichtigen Spieler im Abstiegskampf geworden.
Der gelernte Innenverteidiger hatte schon in der Rückrunde der vergangenen Saison beim SV Tumlingen-Hörschweiler mit seiner Entzündung im Knie zu kämpfen. Trotz allem ist seine Statistik bewundernswert. Er schoss in der Kreisliga B für seinen alten Verein in 14 Spielen insgesamt fünf Tore – für einen Verteidiger natürlich eher untypisch. Das war für die Wittendorfer Grund genug, ihn an die lange Furche zu bringen.
Der große Sprung
Der Innenverteidiger hat mit seinem Wechsel nach Wittendorf einen großen Sprung in Sachen Ligaaufstieg gemacht – von der Kreisliga B in die Landesliga. „Klar war ich sehr gespannt, wie es ist, drei Ligen höher zu spielen, aber ich denke als Innenverteidiger ist es schon leichter, sich anzupassen. Denn die Intensität ist höher, aber die Zweikämpfe sind dieselben“, sagte der 23-Jährige.
Seine beiden Trainer beim SV Wittendorf, Stefan Jäkele und Marco Sumser, sind sehr überzeugt von den Qualitäten ihres Spielers. Jäkle: „Matthis ist ein herausragender Spieler, mit einer sehr guten Übersicht und einer überragenden Spielintelligenz.“
Kein leichter Einstieg
Die Anfangszeit beim Landesligisten war für Johannsen alles andere als leicht: „Klar war das am Anfang der Saison für mich vor allem mental eine sehrschwere Zeit. Nicht beim Training mit den Jungs zu sein und bei den Spielen nicht mithelfen zu können“, so der Torschütze zum 4:0 im Ligaspiel gegen den VfB Bösingen.
Aber seinem Coach erging es nicht anders: „Sein Fehlen haben wir gemerkt, mit ihm hätten wir in der Vorrunde den ein oder anderen Punkt mehr geholt.“
Am 24. April endlich das erste Spiel des Verteidigers für die Wittendorfer gegen den SV Seedorf. Es reichte zwar nur für eine Halbzeit, Johannsen konnte aber sein Comeback auf dem Rasen feiern. Ab da ging die Saison für den ehemaligen Tumlinger so richtig los, er spielte die darauffolgenden sechs Spiele über die kompletten 90. Minuten durch.
Gute Grundfitness
„Ich war sehr happy, wieder auf dem Platz zu stehen, ein super Gefühl. Klar, im ersten Spiel nach der Genesung war ich nach den ersten 45 Minuten schon ziemlich platt, mehr war echt nicht drin“, erzählte der Verteidiger.
Stefan Jäkele war von der Fitness des jungen Kickers sehr erstaunt: „Wahnsinn nach so einer langen Verletzungspause, die ganzen Spiele durchzuspielen. Wir hatten einen extremen Personalmangel auf der Position und auch wenn wir ihn einfach ins kalte Wasser geworfen haben, hat er keine lange Anpassungsphase gehabt, sondern hat direkt abgeliefert.“
Flexibler Verteidiger
Sonderlich viel mehr als das normale Mannschaftstraining hat Johannsen nicht gemacht, um nach der Knieverletzung wieder die 100 Prozent zu erreichen: „Ich habe nach der Verletzung zweimal die Woche mit den Jungs trainiert, und da ich einfach so schon sehr fit bin, konnte ich wieder recht schnell in den Spielrhythmus reinfinden.“
Johannsen steht meistens in der Abwehr, aber er ist ein sehr flexibler Spieler, wie Jäkle bestätigt: „Er ist als Innenverteidiger geplant, aber durch seine Offensivqualitäten kann er auch locker weiter vorne spielen. Seine Torbilanz in Tumlingen zeigt, dass er vorne gefährlich werden kann.“ Nun gilt es für Matthis Johannsen und den SV Wittendorf in den letzten beiden Spielen, alles zu geben, um den Abstieg zu vermeiden.