Marco Sumser und Sebastian Ruoff verlassen das Bezirksligateam des SV Wittendorf im Sommer. Für einen wartet eine Pause, der andere will eine neue Aufgabe.
Der SV Wittendorf verliert im Sommer Spielertrainer Marco Sumser und Co-Trainer Sebastian Ruoff. 2022 war Sumser zum Verein gestoßen, wo er gemeinsam mit Stefan Jäkle im ersten Jahr den direkten Wiederaufstieg schaffte und den Bezirkspokal holte. In der darauffolgenden Saison folgte der Klassenerhalt in der Landesliga.
Vergangene Spielzeit schaffte es der SVW nicht, die Liga zu halten. In der aktuellen Saison haben die Wittendorfer nach einem starken Start zuletzt etwas geschwächelt und stehen in der ausgeglichenen Bezirksliga Nordschwarzwald nach zwischenzeitlicher Tabellenführung aktuell auf dem fünften Platz – sieben Punkte hinter dem Ersten SF Gechingen.
Massiver Umbruch
Seit Sumser, damals vom SV Wachendorf nach Wittendorf gekommen, sich dem Team von der Langen Furch angeschlossen hat, erlebte der SV Wittendorf einen massiven Umbruch. Zum einen hörte Trainer Stefan Jäkle nach sechs Jahren auf, zum anderen verließen etliche Stammspieler den Verein. „Als ich angefangen habe, hatten wir einen Kader von 25 Mann. Aktuell ist er stark dezimiert. 18 Spieler haben in den letzten Jahren bei uns aufgehört“, sagt der Spielertrainer, der aber trotzdem eine positive Bilanz aus den bisherigen dreieinhalb Jahren beim SV Wittendorf zieht. „Aber für die Jungs wird es Zeit für frischen Wind.“
Zuletzt hatte Dominik Stoll die Chance ergriffen, wieder höherklassig zu spielen, und schloss sich dem VfB Bösingen im Winter an. Wichtige Stammspieler verlor man unter anderem an die SG Dornstetten oder auch wie zuletzt im Sommer mit Sandro Mihic und Lucas Haug an die SG Empfingen.
Hauptgrund dafür, dass Sumser im Sommer nach vier Jahren in Wittendorf aufhören will, ist aber, dass er sich neu orientieren will. Wohin die Reise gehen soll, weiß der Lehrer und Familienvater, der in Bochingen wohnt, aber noch nicht. „Der Kader sollte aber nicht zu alt sein, damit es noch die Möglichkeit gibt, junge Spieler zu entwickeln“, nennt Sumser eine Voraussetzung. Ob er selbst auch noch weiter spielen will? „Solange mich die Beine noch tragen, kann ich es mir vorstellen“, sagt der 36-Jährige lachend. „Es muss aber nicht sein.“ Sumser spielte selbst unter anderem in der Landesliga mit dem FC Holzhausen und in der Verbandsliga mit dem FC 07 Albstadt.
Neuanfang möglich machen
Mit ihm wird im Sommer auch Sebastian Ruoff aufhören. Der 41-jährige Wittendorfer hatte zuvor bereits die zweite Mannschaft für sechs Jahre trainiert, hatte dort dann aufgehört und war nach kurzer Pause beim Landesligateam miteingestiegen. „Als Marco gesagt hat, dass er aufhört, habe ich mir auch meine Gedanken gemacht. Nun soll der Verein einen Neuanfang machen können“, sagt Ruoff, der nun mehr Zeit mit seinen drei Kindern verbringen will. „Ich hoffe auf etwas ruhigere Wochenenden.“
Doch zuerst wollen er und Sumser einen guten Abschluss schaffen, um eine „saubere Übergabe“ zu gewährleisten, wie Ruoff betont. „Wir wollen das Team weiter in der Bezirksliga festigen und eine gute Truppe übergeben. Ich hoff, dass noch mal alle mitziehen. Wir wollen den Blick auf die vorderen Plätze richten“, gibt der Co-Trainer die Route für das kommende Jahr vor.