„Das waren oft sehr brisante Derbys“, weiß SVO-Coach Fabian Himmel, dass es zwischen Oberachern und Villingen auch hitzig zuging. Im Hinspiel brennt der FC 08 ein Feuerwerk ab.
30. August im vergangenen Sommer: Villingen steht nach einem schwachen Start in die Runde im Südbaden-Derby unter Druck. Es folgt ein Befreiungsschlag. Beim 5:0 gegen einen nach dem umstrittenen Aus im SBFV-Pokal beim SV Linx sichtlich angeschlagenen SVO brennen die Nullachter im Friedengrund ein Feuerwerk ab.
„Wir wollten unbedingt heute auch keinen Gegentreffer kassieren. Ich weiß gar nicht, ob ich nun eine Runde ausgeben muss. Mal schauen, was heute Abend beim Mannschaftsabend passiert“, sagte der Villinger 2:0-Torschütze Kevin Müller.
Weiter hatten vor 509 Zuschauern in der MS Technologie-Arena Fabio Pfeifhofer, Marcel Sökler (2) und Christian Derflinger für den FC 08 getroffen.
Neun Jahre zuvor hatte die neuere Derby-Geschichte zwischen beiden SBFV-Teams mit dem ersten Hammer begonnen.
28. Mai 2016
2500 Zuschauer erlebten im südbadischen Pokalfinale im Offenburger Karl-Heitz-Stadion ein Wechselbad der Gefühle. Villingen führte mit 2:0 zur Halbzeit. Oberachern drehte das Ding und ging selbst mit 3:2 in Führung. Dann konterten wieder die Nullachter. Überragender Mann der Partie war der Villinger Nedzad Plavci, der drei Tore erzielte und die Treffer von Benedikt Haibt und Damian Kaminski vorbereitete.
Benedikt Haibt meinte nach dem Spiel: „Wir haben immer an uns geglaubt und Moral bewiesen. Der Körper war kaputt, der Wille aber da.“
3. Juni 2023
Sieben Jahren später gelang Oberachern die Revanche. Der südbadische Rekordpokalsieger aus Villingen verlor das Cup-Endspiel in Emmendingen verdient mit 0:3. 2351 Zuschauer sahen einen insgesamt schwachen Auftritt der Nullachter.
„Oberachern war kampfstärker, läuferisch einen Tick besser und auch kopfballstärker als wir. Keine Frage: Heute hat die bessere Mannschaft gewonnen“, gratulierte 08-Coach Reiner Scheu seinem Trainerkollegen Fabian Himmel.
Veränderungen im Winter
Zugänge: Aleksei Carnier (TSG 1899 Hoffenheim II), Mohammed Ibrahim (FC-Astoria Walldorf), Nick Scott (TSV 1860 Rosenheim), Anes Vrazalica (FC Denzlingen), Sebastian Ruf (eigene Reserve).
Abgänge: keine.