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SV Althengstett Sportverein plant Mehrgenerationenspielplatz

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Im Frühjahr soll es mit dem Bau des Mehrgenerationenspielplatzes auf dem SVA-Gelände Am Köpfle losgehen. Foto: SVA

Der SV Althengstett plant auf seinem Vereinsgelände einen Mehrgenerationenspielplatz - ein regelrechtes Mammutprojekt. Was genau dahintersteckt und wie viel das Ganze kosten soll, erfahren Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Althengstett - Ein Fußballspiel anschauen und dabei eine Rote Wurst genießen - um ein Anziehungspunkt für die ganze Region zu werden, reicht das nicht mehr. Deshalb plant der SV Althengstett auf seinem Vereinsgelände einen Mehrgenerationenspielplatz. Gefördert wird das rund 45.000-Euro-Projekt von Leader Heckengäu.

Der SV Althengstett 1925 ist im Umbruch. In der Vereinsführung finden sich etliche neue, jüngere Gesichter. So zum Beispiel in der Abteilung Fußball, für die Alexander May neuerdings als Leiter fungiert sowie Alexander Herzog als dessen Stellvertreter. Zuvor war Günther Flik jahrelang in dieser Position tätig gewesen. Er ist jedoch weiterhin als technischer Leiter im Vorstand aktiv.

Neu ist auch das Marketing-Team des Hengstetter Vereins, das es zuvor gar nicht gegeben hatte. Sechs Ehrenamtliche engagieren sich jetzt beispielsweise bei der Spenden- und Sponsorensuche, kümmern sich um die Homepage des Vereins oder um die sozialen Medien.

Nur zuschauen ist für Kinder zu langweilig

Vor allem aber geht der neu strukturierte SV Althengstett nun ein regelrechtes Mammutprojekt an. Auf dem Vereinsgelände "Am Köpfle" soll im kommenden Frühjahr ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Das Ganze hat auch schon einen Namen: "Kindsköpfle".

Doch von vorne. Schon seit Jahren stellte sich vielen Kindern und damit auch deren Eltern die Frage: Was tun während des Spiels? Nur ruhig zuschauen ist für die kleinen Wirbelwinde oft keine Option. Einen richtigen Spielplatz gibt es auf dem Vereinsgelände aber auch nicht. Lediglich ein veraltetes Spielgerät irgendwo zwischen den Bäumen, beschreiben Jan Eichele und Stefanie Sejko. Eichele ist im Marketing-Team des SV Althengstett aktiv, Sejko befasst sich mit der Finanzierung des Projekts. Also kam die Idee auf, einen Spielplatz für Kinder zu errichten. Mit diesem Plan sind die Initiatoren auf den Althengstetter Bürgermeister Clemens Götz zugegangen, erinnern sich Eichele und Sejko. Aus dem Gespräch herausgekommen sind sie nicht nur mit der Unterstützung der Gemeinde, sondern mit einem noch viel umfangreicheren Plan.

Götz hatte die Vereinsmitglieder auf die Möglichkeiten einer Förderung durch Leader Heckengäu aufmerksam gemacht. Um diese zu bekommen, muss aber zum einen ein gut ausgearbeitetes Konzept vorliegen. Zum anderen muss die Investitionssumme eine bestimmte Höhe erreichen. Ein Mehrgenerationenspielplatz, der das Areal zu einem "Anziehungspunkt für die ganze Region" macht, wie Eichele es ausdrückt, schien da ideal. Also klemmten sich die Initiatoren hinter die Planung – um nach vier Wochen ein fertiges und förderfähiges Konzept vorzulegen. Inklusive eigenem Logo.

Inzwischen ist klar: Von den rund 45.000 Euro, die der Mehrgenerationenspielplatz kosten wird, werden 23.000 Euro von Leader Heckengäu übernommen. Weitere 8000 Euro zahlt die Gemeinde Althengstett. Den Rest muss der Verein selbst berappen – wofür einiges an Eigenleistung fällig wird. Und schon geworden ist. "Wir haben schon einiges an Zeit investiert", sagt Eichele. In den kommenden Monaten, wenn der Spielplatz gebaut wird, rechnet er mit mehreren Hundert weiteren, ehrenamtlichen Arbeitsstunden für sich und seine Vereinskollegen.

Doch was entsteht nun eigentlich genau Am Köpfle in Althengstett? Der Mehrgenerationenspielplatz soll dereinst aus drei Stationen bestehen, zeigen Eichele und Sejko anhand einer Präsentation. Eine für Kleinkinder mit Sandkasten, eine 20 Meter lange Kletterstation für die etwas Größeren und ein Kraftparcours für Erwachsene. Letztere ein bisschen im Stile der TV-Show "Ninja Warrior Germany", schmunzelt Eichele. Dieser Kraftparcours mit Hangelleiter soll nach den Vorstellungen der Initiatoren zukünftig ins Training der Mannschaften mit einbezogen werden. Zwischen zwei Bäumen soll zusätzlich eine sogenannte Slackline befestigt werden, auf der man balancieren kann. Die Stationen werden rund um das Vereinsheim platziert. Der Kleinkindbereich beispielsweise neben der Terrasse, der Rest neben beziehungsweise hinter dem Gebäude.

Auch für Wanderer und Jogger gedacht

Der Mehrgenerationenspielplatz, so stellt es sich der SV Althengstett vor, soll öffentlich zugänglich sein und damit auch Wanderer oder Jogger anziehen. Was auch gut für den durch Corona geplagten neuen Pächter des Vereinsheims wäre, fügt Eichele hinzu. Kindergartengruppen sollen ebenso von den Geräten profitieren, der Verein sei diesbezüglich im Gespräch mit der Familienbeauftragten der Gemeinde. Kurzum: Das "Kindsköpfle" soll ein "Ort der Begegnung" werden, unterstreicht Sejko.

Der Verein, der in fünf Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern wird, plant, die Arbeiten zum Ende des Jahres zu vergeben. Von März bis Mai soll gebaut werden. Ende Mai könnte man dann vielleicht schon ein Eröffnungsfest starten – wenn es bis dahin möglich ist, fügt Eichele hinzu. Für den SV Althengstett gibt es auf jeden Fall etwas zu feiern.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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