Der in die Jahre gekommene Leitwagen der Schiltacher Feuerwehr – hier bei einem Einsatz am 16. Juli 2021 bei Vega in Schiltach – soll durch ein kleineres, wendigeres und günstigeres Fahrzeug ersetzt werden. Foto: Wegner

Anstelle des bisherigen Einsatzleitwagens, der als Spezialausstattung altershalber kaum mehr zu reparieren ist, wünscht sich die Feuerwehr Schiltach einen kleineren Kommandowagen.

Schiltach - Der bisherige Einsatzleitwagen sei für die Führung von Feuerwehren mit zwei und mehr Löschzügen gedacht – solche Großereignisse gebe es in Schiltach selten, waren sich Gemeinderat und Kommandant Markus Fehrenbacher von der Feuerwehr Schiltach einig. Beim derzeitigen Modell aus dem Jahr 2008 komme es immer wieder zu Problemen und Funkausfällen. "Die wichtigeste Funktion ist nicht gegeben", argumentierte Fehrenbacher für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs im kommenden Jahr. Das bisherige bezeichnete er als "Arbeitstier, das immer an vorderster Front" gewesen sei. Doch mittlerweile hätten sich die Normen verändert, ein solcher Einsatzleitwagen werde heute als rollende Leitstelle mit zwei Funkarbeitsplätzen ausgerüstet und sei vorgesehen für Gemeinden ab 10 000 Einwohnern.

Rund 70.000 Euro Kosten

Für Schiltach reiche aber ein kleinerer Kommandowagen aus, der mit rund 70 000 Euro rund halb so viel koste, wie der Leitwagen, der ab 150 000 Euro aufwärts zu haben sei. Auch bei der Funktechnik und den Lizenzen könne so deutlich gespart werden.

Sollte es größere Einsatzlagen geben, könnte ein Einsatzleitwagen aus Wolfach angefordert werden oder auch ein Fahrzeug das Landkreises – beide kosten die Gemeinde bei Einsätzen nichts.

Einsätze unter 40 Kilometer 

Weil ein Kommandowagen mindestens 500 Kilometer Reichweite haben müsse – die meisten Einsätze aber mit Fahrten unter 40 Kilometern hinkämen, habe die Feuerwehr an einen Plugin-Hybrid gedacht, denn vollelektrisch gebe es in der passenden SUV-Klasse lediglich den für diese Zwecke zu teuren Audi-e-tron.

Nächstes Jahr im Haushalt

Nach einstimmiger Zustimmung hinsichtlich des Vorgehens seitens des Gemeinderats wird die Feuerwehr für das nächste Jahr Angebote einholen, um ein passendes Fahrzeug erwerben zu können. Wenn dieses ersetzt ist, dann steht nur noch ein verdientes "Arbeitstier" in der Garage in der Hauptstraße, das aber "gehegt und gepflegt" werde und von daher wohl auch noch etwas halte, wie Fehrenbacher sagte.