Vitalii Dvirnyk (rechts) führt gemeinsam mit seinem Koch Oleksandr Ivanov das neue Restaurant in Villingen. Foto: Marc Eich

Japanische Küche trifft ukrainische Einflüsse: Im ehemaligen französischen Café in Villingen startet ein neues Restaurant mit Sushi, Frühstücksangebot und veganer Auswahl.

Eine Geschmackswelle möchte Vitalii Dvirnyk gemeinsam mit seinem Koch Oleksandr Ivanov lostreten – das ist nicht nur die Übersetzung des Restaurantnamens „Umami Nami“, sondern auch das Ziel der beiden Ukrainer. Im ehemaligen französischen Café in der Niederen Straße in Villingen haben sie für ihr Vorhaben eine Heimat gefunden.

 

Für Dvirnyk erfüllt sich damit ein lang gehegter Traum. In seiner Heimat in der Ukraine hat er erste gastronomische Erfahrungen gesammelt, der Krieg trieb ihn und seine Frau schließlich nach Deutschland. „Man hat unser Leben dort zerstört, und wir mussten neue Wege finden“, sagt er. In Schwenningen fassten sie schließlich Fuß.

Der 28-Jährige arbeitete zunächst in der Logistikbranche, steckte dann viel Zeit und Energie in seine sprachliche Ausbildung, um sich in Deutschland verständigen zu können. Dabei half ihm auch ein Freiwilligenprogramm, bei dem er Hilfsdienste für ältere Menschen übernahm.

In seinem Hinterkopf reifte schließlich die Idee, ein Café zu eröffnen – dass er auf seinen heutigen Kompagnon Oleksandr Ivanov traf, machte die Sache rund. Ivanov ist seit 20 Jahren als Koch tätig, zuletzt in einem Schwenninger Restaurant. Davor arbeitete er unter anderem in der ukrainischen Hafenstadt Odessa und sammelte zudem Erfahrungen in Japan, wo er anderthalb Jahre lang für die Küche eines Restaurants verantwortlich war.

Derzeit läuft noch der Testbetrieb

Rund ein halbes Jahr waren die beiden damit beschäftigt, eine passende Fläche zu finden. In der Niederen Straße stießen sie schließlich auf das Lokal, in dem bis März vergangenen Jahres das französische Café Croissants, Macarons und Co. anbot. Nach einer Umbauphase öffneten sie am 16. Januar zum Testbetrieb, der in der kommenden Woche enden soll. „In dieser Zeit möchten wir Verbesserungen sammeln“, erklärt Dvirnyk.

Vor allem Freunde und Bekannte, aber auch der eine oder andere neugierige Gast seien bereits bewirtet worden. So habe man Erfahrungen gesammelt, welche Anpassungen noch vorgenommen werden sollten.

Auch mit geräuchertem Aal

Das kulinarische Konzept steht aber bereits. Die beiden widmen sich insbesondere dem Sushi und vereinen dabei die kalte japanische Küche mit ukrainischen Einflüssen – unter anderem auch mit geräuchertem Aal. Angeboten werden beispielsweise überbackene Rollen sowie überbackene Neuseeland-Muscheln. Auf der Karte finden sich darüber hinaus Salate und Suppen.

Auch zum Frühstück kann man im Umami Nami bereits einkehren. Auf der Speisekarte stehen dann Bruschetta mit Lachs oder Mortadella, Croissants mit Garnelen oder Gorgonzola sowie Panini und Sandwiches.

Im Vordergrund steht für das Duo die kalorienarme Zubereitung. „Bei uns wird nichts gebraten oder gegrillt, wir arbeiten ohne Öl“, sagt Dvirnyk. Zudem bieten sie eine breite Auswahl an veganen Speisen an.

Voraussichtlich ab der kommenden Woche wird das Restaurant im Vollbetrieb öffnen – von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 21 Uhr.