Seit Dienstag herrscht Klarheit: Supertalent Tom Bischof wird in der kommenden Saison für den FC Bayern München auflaufen. Vor neun Monaten war noch in der Bizerba-Arena am Ball und zeigte seine Klasse eindrucksvoll.
Seit Wochen wurde um seine Zukunft diskutiert – die TSG Hoffenheim wollte ihn unbedingt halten, zahlreiche Bundesliga-Clubs standen im Werben um Tom Bischof Schlange. Mitte Oktober hatte der 19-Jährige die Fritz-Walter-Medaille in Gold für den U19-Jahrgang erhalten.
Sein Können unter Beweis gestellt hatte Bischof erst im April noch in Balingen. Im Regionalligaspiel zwischen der TSG und „Hoffe Zwo“ (Endstand 0:5) war Bischof Dreh- und Angelpunkt. Unsere Redaktion schrieb seinerzeit: „Es war nun ein Klassenunterschied zu sehen und von vielen guten Gästeakteuren ragte Tom Bischof heraus. Das 18-jährige Eigengewächs, welches bereits 23 Mal in der Bundesliga aufgelaufen ist, strahlte eine unglaubliche Dynamik, Eleganz und Ruhe in seinen Aktionen aus. So bediente er kurz vor der Pause Andu Kelati, welcher frei vor Binanzer den dritten Treffer erzielte (44.)“ Im Verlauf der 2. Halbzeit trug er sich auch noch selbst in die Torschützenliste ein.
Als Stammkraft etabliert
Auftritte in der Viertklassigkeit gab es in der Folge nicht mehr all zu viele für den feinen Linksfuß. Er entwickelte sich in dieser Saison zum absoluten Stammspieler. Mittlerweile steht er bei 41 Einsätzen in der Bundesliga – ab dem Sommer werden dann weitere im Trikot des deutschen Rekordmeisters folgen. Neben Bischof standen an jenem April-Tag weitere interessante Talente in der Bizerba-Arena auf dem Rasen. Kelati, wie erwähnt Torschütze zum 3:0, zog es zu Holstein Kiel, wo er in vier Bundesliga-Einsätzen immerhin ein Tor und eine Vorlage aufweisen kann.
Bambasé Conté erzielte damals den Endstand zum 5:0. Er ist seit dieser Spielzeit bei Zweitligist Karlsruher SC unter Vertrag. Seine Bilanz: 14 Einsätze mit einem Tor und zwei Vorlagen.
Rutter beeindruckt
Inmitten der Coronapandemie, genau genommen am 13. März 2021, hatte schon einmal ein Hoffenheimer Akteur in Balingen eine Duftmarke gesetzt. Beim 1:0-Auswärtssieg traf damals Georginio Rutter entscheidend. In der Startelf stand damals auch ein gewisser Maximilian Beier – die Schlagzeilen gehörten aber dem niederländischen Angreifer. Im Januar 2023 zahlte Leeds United 40 Millionen für ihn, im Sommer ging er für 46,70 Millionen zu Brighton, die mittlerweile von Fabian Hürzeler trainiert werden.