Alvaro Soler spielt beim Marktplatz-Openair in Balingen. Foto: Management

So lange nämlich war das Zeitfenster, das den Journalisten am Interview-Tag mit dem Superstar eingeräumt wurde. Im Videocall verrät der Sänger, worauf er sich bei seinem Konzert im Juli in Balingen freut, und wie er sich auf den Gig vorbereitet.

Es ist generalstabsmäßig vom Management vorbereitet: Tage vor dem Interview werden die exakten Zeiten verschickt, wann welche Redaktion zehn Minuten Zeit für Fragen an den Künstler hat. Als Alvaro Soler in unserem Zeitfenster des Videocalls am Bildschirm aufpoppt, trinkt er erst einmal einen großen Schluck Wasser aus einer Flasche.

 

Wie es ihm geht bei diesem Interview-Marathon? Soler muss lachen. „Sie dürfen kein Quiz machen, mit wem ich heute schon gesprochen habe.“ Der 34-Jährige sitzt in einem Studio, im Hintergrund lehnt eine Gitarre an der Wand.

Soler füllt die ganz großen Hallen. Da wird das Marktplatzkonzert am Freitag, 25. Juli, eine etwas schmälere Nummer, was die Zahl der Zuschauer angeht – auf den Marktplatz passen nun mal keine Zehntausend Fans.

„Ich trinke auf Tour keinen Alkohol“

„An kleineren Orten zu spielen ist oft besser“, sagt der Künstler dazu. Aber ob Stadion oder die Balinger Bühne, Soler verspricht „eine Hammershow mit viel guter Laune.“ Er möchte den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern mit seiner Musik. „Ich will ihnen gute Laune und Motivation für die ganze Woche mitgeben.“

Wie bereitet Soler sich auf seine Auftritte vor? „Mit ganz viel Sport und Bewegung, auch Cardio-Training.“ Was der Sänger bei seinen Konzerten abliefert, ist Hochleistungssport.

„Die Stimme ist ein Muskel, auch der muss trainiert werden“, verrät der Sänger. Und auch das: Während seiner Touren lebt er wie ein Athlet. „Ich trinke auf Tour keinen Alkohol, damit die Stimme klar bleibt.“

„Manche proben noch, manche gehen spazieren“

Direkt vor einem Auftritt – und das wird auch in Balingen so sein – meditiert Alvaro Soler. Er kommt mit seiner Band zusammen. „Manche proben noch, manche gehen spazieren.“ Und es wird gegessen. Was er sich vor dem Marktplatzkonzert wünscht? „Käsespätzle“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Soler muss wieder lachen.

Kurz bevor sich der Vorhang hebt, kommt das ganze Team noch mal zusammen, verrät der Künstler. „Entweder im Tourbus oder in einem Zimmer.“ Erst dann gehe es Richtung Bühne.

Ungefähr die Hälfte der zehn Minuten sind vorbei. Solers Manager ist am rechten Bildschirmrand eingeblendet. Er hat die Zeit genau im Blick, vor dem Sänger liegen noch einige Gesprächstermine.

„Ich mag auch Maultaschen“

Noch aber hat er Zeit und kommt ins Plaudern über die „La Gira-Tour“, seine neuen Songs – „Cero“ ist erst im Herbst erschienen – und das neue Album. Aber auch darüber, dass er unterwegs am liebsten lokale Spezialitäten beim Catering hat. „Ich mag auch Maultaschen“, sagt der Sohn einer Spanierin und eines Deutschen.

Die Uhr tickt weiter. Was macht Alvaro Soler für gewöhnlich nach einer Show, hat er ein Ritual? „Wir machen manchmal Backstage eine kleine Party“, erzählt er. Manchmal sei er aber einfach nur müde. Schlafen könne er trotzdem nicht gleich. „Das Adrenalin ist dann noch sehr hoch.“

„Wir sind eine Yoga-Avocado-Band“

Zum Runterkommen gehe er duschen. „Ich bin nach dem Auftritt komplett verschwitzt“, verrät Soler. Und auch, dass die „kleine Party“ ziemlich harmlos sei und mit Rock’n’Roll wenig zu tun habe: „Wir sind eine Yoga-Avocado-Band.“

Zum Abschied winkt Alvaro Soler in die Kamera. Für ihn ist noch lange nicht Feierabend – nach unserem Gespräch steht „Antenne Steiermark“ auf der Liste.

Das Marktplatzkonzert mit Alvaro Soler findet statt am Freitag, 25. Juli, ab 19.30 Uhr.