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Supermoto Robin Schwarz hat große Ziele für 2021

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In der kommenden Saison will Robin Schwarz mindestens in die Top-5 der S2-Klasse fahren. Foto: Schwarz

Für Robin Schwarz und sein Supermoto-Mitstreiter bringt die Corona-Pandemie viele Einschränkungen und Probleme mit sich. Dem 29-Jährigen aus Oberiflingen bietet sie aber auch eine Chance.

Eigentlich wäre Robin Schwarz im Moment bereits inmitten der Vorbereitung auf die kommende Saison. Viel Krafttraining würde auf dem Programm stehen, ebenso wie die einige Trainingseinheiten auf dem Motorrad – in Karlsruhe, auf dem Hockenheimring oder sogar in Frankreich. Schwarz hätte vielleicht sogar schon den Sprung aus der S2-Klasse, in der er aktuell an den Start geht, in die S1-Klasse schaffen können. Statt sich "nur" mit anderen deutschen Top-Fahrern in der Deutschen Supermoto-Meisterschaft zu messen, könnte er sein Können auch gegen internationale Konkurrenz unter Beweis stellen. Doch in diesem Jahr ist für den 29-Jährigen alles anders.

Zwangspause ist Fluch und Segen zugleich

Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen ist dabei für den Motorrad-Liebhaber aus Oberiflingen Fluch und Segen zugleich. Doch um Schwarz’ Vorhaben und Ambitionen verstehen zu können, muss man zuerst bedenken, wie das Motorradfahren zu seiner großen Leidenschaft wurde. Sein Vater – selbst Rennsport-Fanatiker und Motorrad-Besitzer – legte ihm die Liebe zu den zweirädrigen Maschinen schon früh in die Wiege. Seit seinem dritten Lebensjahr sitzt Robin Schwarz auf Motorrädern. "Meinen beiden Brüdern hat es auch noch eine Weile Spaß gemacht, aber sie sind dann irgendwann ausgestiegen. Aber ich war von Beginn an komplett begeistert", erzählt der 29-Jährige.

Diese Begeisterung blieb über die Jahre bestehen. Auch wenn das Hobby immer aufwendiger und kostspieliger wurde. Obwohl er in der S2-Klasse um die Deutsche Meisterschaft mitfährt – und dort zu den besten Fahrern gehört – halten sich die Preisgelder in Grenzen. "Mit 300 Euro Preisgeld ist man schon gut dabei. Das ist gar nichts im Vergleich zu den 15 000 bis 20 000, die ich pro Jahr investieren muss." Das Geld kommt also hauptsächlich von Sponsoren – und deren Geldbeutel wurden in den letzten Monaten immer leichter.

Es sei aktuell sehr schwierig, Sponsoren zu halten oder gar neue zu finden. Und das ist nicht das einzige Problem, das die Pandemie für Robin Schwarz und seine Mitstreiter geschaffen hat: "Da keine Zuschauer zu den Rennen kommen dürfen, sagen viele Streckenbetreiber, dass sich der Aufwand für sie nicht lohnt", berichtet Schwarz. In diesem Jahr konnten nur vier Supermoto-Rennen stattfinden. 2021 sollen es immerhin acht sein. Auch der Rennsport ist also von Corona nicht verschont geblieben.

Doch Aufgeben ist für Robin Schwarz keine Option – er könnte von der aktuellen Zwangspause sogar profitieren. Denn der 29-Jährige hat sich vor knapp zwei Wochen einer Operation unterzogen, um eine langwierige Verletzung endlich aus dem Weg zu räumen: "Ich habe mir meine linke Schulter schon 14-mal ausgekugelt und mich 2011 schon einmal operieren lassen", erzählt er. Viermal täglich quäl sich Schwarz derzeit durch Krankengymnastik-Übungen, um die Beweglichkeit der Schulter wieder zu erlangen. In spätestens zwei Monaten will er wieder mit Krafttraining anfangen – und zum Saisonstart im Mai wieder topfit sein.

Denn der Oberiflinger hat sich für die kommende Saison viel vorgenommen. Auch wenn er den Sprung in die S1-Klasse noch nicht angeht, soll dieser 2022 erfolgen. Dafür muss Schwarz nach den acht Saisonrennen in den Top-5 landen. "Das ist mein klares Ziel und ich werde alles dafür geben", gibt er sich kämpferisch. Schwarz weiß aber auch: "Ich konzentriere mich jetzt erst einmal darauf, wieder komplett gesund und fit zu werden und mein Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen. Alles Weitere wird man sehen." Wohl oder übel bezieht sich das auch auf die Lage im Sponsoren-Bereich.

Gemeinsames Grillen und Campen

Trotz der vielen Fragezeichen freut sich Robin Schwarz aber sehr auf die neue Saison. Neben dem Aspekt des sportlichen Wettkampfs reizt den 29-Jährigen außerdem die Kameradschaft unter den Supermoto-Fahrern: "Es kommen einfach Gleichgesinnte zusammen. Wir liefern uns auf der Strecke einen harten Wettkampf, aber abends wird dann zusammen gegrillt und gecampt. So eine Gemeinschaft von Fahrern, die aus ganz Deutschland anreisen, ist etwas ganz besonderes", schwärmt Schwarz.

Auch wenn Normalität in diesem Jahr ein Fremdwort ist, verfolgt Robin Schwarz unbeirrt seine Ziele. Nächstes Jahr um diese Zeit kann er sich hoffentlich wieder ganz normal auf die kommende Saison vorbereiten.

8./9. Mai in Großenhain;

5./6. Juni in Schleiz;

19./20. Juni in Wittgenborn;

3./4. Juli in Schaafheim;

31. Juli/1. August in Mirecourt (Frankreich);

14./15. August in Harsewinkel;

28./29. August in Oschersleben;

11./12. September in Sankt Wedel.

Weitere Informationen: www.supermotoidm.de.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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