Aufgrund der Hygieneregeln zwar nur über den Bildschirm, aber dafür umso herzlicher: Die jungen Patienten der Rehaklinik sagen "Danke". Foto: Langenbacher

Gutes zieht Gutes an: Dies hat sich einmal mehr bei der Spenden-Aktion zugunsten der Katharinenhöhe bewahrheitet. Nachdem Tausende unserer Leser die Rehaklinik mit einer Spende unterstützt haben, fließen aus der "Hildegard und Katharina Hermle Stiftung" auf einen Schlag zwei Millionen Euro nach Schönwald.

Schönwald/Lahr/Oberndorf - Über Nacht ist das Spendenkonto der familienorientierten Krebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe um zwei Millionen Euro angewachsen. Möglich gemacht haben dies Miriam Hermle und ihr Vater, der Unternehmer Dietmar Hermle aus Gosheim. Die junge Frau kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter Brigitta im Jahr 2019 um die Stiftung. Bereits seit vielen Jahren unterstützt die Stiftung die Arbeit des Teams um Stephan Maier, dem psychosozialen Leiter der Katharinenhöhe.

Brigitta Hermle besuchte vor rund zehn Jahren zum ersten Mal die Reha-Einrichtung, nachdem ein Mitarbeiter der Hermle AG dort Patient gewesen war. Eine erste großzügige Stiftungs-Spende legte damals den Grundstein für das neue Familienhaus, das 2017 eingeweiht wurde.

Gute Sache ist Unterstützung wert

Miriam Hermle verfolgte die Spenden-Aktion des Schwarzwälder Boten und der Lahrer Zeitung von Anfang an. Und nachdem unsere Leser von Jahr zu Jahr mehr spendeten, die Summe für den Neubau aber immer noch nicht ausreichte, stand für Tochter und Vater sowie den Stiftungsrat schnell fest: Diese gute Sache ist unserer Unterstützung wert. "Als ich von der Zwei-Millionen-Euro-Spendensumme erfahren habe, war ich erst einmal sprachlos", gibt Stephan Maier unumwunden zu. Und nicht nur ihm blieb die Spucke weg. Das ganze Team der großen Spenden-Aktion, der Schwarzwälder Bote und die Lahrer Zeitung mit dem Verein "Santa Isabel – Hilfe für Kinder und Familien" der Europa-Park Chefin Marianne Mack, dem Europa-Park und den Schwenninger "Wild Wings", sind von dieser Weitherzigkeit tief beeindruckt. "Und unsere Leserinnen und Leser sind es bestimmt auch", sagt Chefredakteur Hans-Peter Schreijäg. Somit stehen jetzt insgesamt 3,52 Millionen Euro für den Neubau der so dringend benötigten Physiotherapie zur Verfügung.

Die Protagonisten haben sich nun – nach Corona-Schnelltest, mit Masken und unter Einhaltung der Abstandsregeln – auf der Katharinenhöhe getroffen, um der Familie Hermle persönlich zu danken – und um die 58 Gewinner der Leser-Spenden-Aktion zu ermitteln. Mehr als 8000 Lose, so viele Leserinnen und Leser unterstützten die Aktion 2020/2021, befanden sich in der Trommel. Zur Erinnerung: Jeder Spender, der mehr als zehn Euro überwiesen hatte, bekam die Chance auf einen der 58 Gewinne.

Mehr als 8000 Lose

Jannis Schulze, elf, und Jana Marie Krämer, zwölf Jahre alt, erholen sich derzeit in der Rehaklinik und waren Feuer und Flamme beim Ziehen der bunten Lose. Die Rechtsaufsicht hatte Josef Herdner, der Bürgermeister aus Furtwangen. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen persönlich benachrichtigt. Aber so viel sei schon mal verraten: Die Hauptgewinne gehen nach Hausach ins Kinzigtal und nach Empfingen.

Die Katharinenhöhe ist voll mit Lebensgeschichten. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, dass die Familien live von ihren Erfahrungen berichten. Kreativ wie man in Schönwald ist, drehen einige der jungen Patienten kurzerhand zwei Kurzfilme, die den Gästen via Bildschirm vorgeführt werden. Sie verraten, was sie von der Katharinenhöhe mit nach Hause nehmen: neue Energie, Mut, Muskeln, tolle Erfolge und Kraft. Sie ist Starthilfe und zweites Zuhause.

Das Gesetz der Anziehung wirkt auf vielerlei Weise.

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