Rechtzeitig zum "Sulzer Herbst" hat sich der goldene Oktober eingestellt. Bei dem sonnigen Wetter machte ein Bummel durch die verkehrsberuhigte Sulzer Innenstadt richtig Spaß. Der Handels- und Gewerbeverein veranstaltete seinen verkaufsoffenen Sonntag mit einem bunten Rahmenprogramm.
Sulz - Die Geschäfte hatten bis abends geöffnet: Das nutzten viele Besucher zum Einkauf. Draußen war aber auch einiges geboten. Nick Hardegger und Simone Burger spazierten am frühen Nachmittag jonglierend durch die Sulzer Innenstadt in Richtung Backsteingebäude. Mit Keule und Teller zeigten sie zirkusreife Akrobatik. Unterwegs war auch der Sulzer Salzdrache Streusel. Er kam vom Stand der Stadt, in dem Frank Börnard vom Kulturamt und die Auszubildende Emilie Spindler über Freizeitangebote für Kinder informierten.
Ein Anziehungspunkt des verkaufsoffenen Sonntags waren die ausgestellten Fahrzeuge von Autohäusern und einige Oldtimer sowie der Obstbaumverkauf auf dem Sulzer Marktplatz. Dort war auch eine Strohhüpfburg für Kinder aufgebaut.
Schmuck und altes Porzellan
Ein Flohmarkt in der Brühlstraße und Sonnenstraße lockte ebenfalls zahlreiche Besucher an. Schmuck, Bilder, altes Porzellan, Gläser und Bücher lagen auf den Tischen der Händler aus oder waren auf dem Boden ausgebreitet. Man durfte stöbern und konnte so manches Schnäppchen dabei machen.
Derweil versuchte Gabriela Jansen die Restbestände des letztjährigen Sulzer Drei-Täler-Safts zu verkaufen. Es gibt bald wieder neuen Saft, sodass im Lager Platz geschaffen werden muss. Bei der Aufleseaktion am vergangenen Freitag und Samstag des Vereins Netzwerk Streuobst und nachhaltiges Sulz seien 6,3 Tonnen Obst zusammengekommen.
Crêpes vom Profi
Am Wagen des Sulzer Partnerschaftsvereins Global bildeten sich zeitweise Schlangen. Neben Crêpes wurden auch salzige Galettes gebacken. Und dies gekonnt: "Wir haben einen Kurs bei einem Crepier besucht", verriet Reiner Wössner.
Den Buchweizen dazu hat der Verein aus der Bretagne geholt. Ende Oktober fährt eine größere Gruppe des Partnerschaftsvereins in die 1000 Kilometer entfernte französische Partnerstadt Montendre zu einem Arbeitseinsatz. Das dortige Ferienhaus Maison Sulz muss nach einem Wasserschaden repariert werden.
Begehrt war nebenan auch das Bergfelder Straubetze-Gebäck, und so mancher ließ sich in der Sonne noch ein Eis schmecken. Bereits am Vormittag ist im Bauernfeind-Museum eine Ausstellung eröffnet worden: Michael Meier aus Oberndorf zeigt in zwei Räumen seine Reiseskizzen (wir berichten noch).