Sulzer Gemeinschaftsleistung: Der neue Schafbrunnen ist ein Hingucker. Foto: Strienz

Sulz am Eck hat wieder einen Schafbrunnen. Der Sulzer Markus Wünsch hat das schöne Stück gebaut und den alten, maroden Brunnen im Gewann "Raunswiesen" ersetzt – einen Besuch absolut wert.

Wildberg-Sulz - Dreiteilig ist er geworden, der neue Schafbrunnen. Und er hat Etagen. Das erste Becken ist das höchste und soll künftig für Kneippanwendungen nutzbar sein. Seine oberste Aufgabe ist es aber – wie der Name schon sagt – die vorbeiziehenden Schafe, die die Landschaft offenhalten, zu tränken. "Das war die Bedingung, um finanzielle Unterstützung vom Hauptverein des Schwarzwaldvereins zu bekommen", berichtet der Sulzer Ortsvorsteher, Rolf Dittus. Naturschutzwartin Heide Dittus und ihr Stellvertreter Walter Mutz hatten dort die entsprechenden Anträge gestellt und 1500 Euro zugesagt bekommen.

Verzicht auf Kneippbecken

Ursprünglich war die Idee noch eine andere. Nicht nur der Schafbrunnen sollte neu entstehen, sondern auch das etwas höher gelegene Kneippbecken sollte ertüchtigt werden. Die Initiative kam von Ortsvorsteher Rolf Dittus. Der Ortschaftsrat gab seinen Segen, und die Ortsgruppe Sulz am Eck des Schwarzwaldvereins war zur Unterstützung mit an Bord. Allerdings zeigte sich bei einer Ortsbegehung, dass die Schüttung der vorhandenen Wasserquelle nicht für beide Objekte ausreichen würde. Deshalb fiel die Entscheidung schließlich gegen das Kneippbecken und für den Schafbrunnen. Was dann folgte, war eine Gemeinschaftsleistung engagierter Sulzer.

Holz aus dem Stadtwald

Der städtische Baubetriebshof und Helfer des Schwarzwaldvereins entfernten die marode alte Brunnenanlage. Aus dem Wildberger Stadtwald stammt das Douglasien-Holz für den Brunnen. Das Vorbereiten der Aufstellfläche und die Fertigung der Fundamente übernahmen Rolf Seyboldt, Heinz Dengler und Heide Dittus von der Sulzer Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe zusammen mit dem Ortsvorsteher. Friedhelm Fortenbacher (Höhenhöfe Jettingen), die Firma Schotterwerk Mast, die Firma Köhler und Matthias Dreher stellten diverses Material und Maschinen zur Verfügung. Den Bau des Schafbrunnens übernahm Markus Wünsch mit tatkräftiger Unterstützung von seinem Vater Roland. Insgesamt 100 Stunden Arbeit brauchte es, um den Brunnen zu fertigen, schätzt Markus Wünsch.

Eine Bank soll folgen

Die Mühe hat sich gelohnt, der Schafbrunnen ist ein Holzkunstwerk geworden. Das brachte auch Bürgermeister Ulrich Bünger bei seinem Besuch vor Ort zum Ausdruck: "Der Schafbrunnen sieht wirklich toll aus, ich danke allen, die bei dem Projekt mitgeholfen haben." Und damit man künftig ein gemütliches Päuschen an dem neugebauten Brunnen einlegen kann, wird Markus Wünsch im Auftrag des Bürgermeisters noch für eine passende Holzbank sorgen.