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Sulz/Horb Intercity stößt mit Bagger zusammen

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Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Foto: Cools

Sulz - Mangelnde Vorsicht oder fahrlässiges Handeln? Ein Intercity (IC) hat am Montag gegen 10.30 Uhr einen Bagger zwischen Sulz und Fischingen erfasst, sodass dieser umstürzte. Der Baggerführer verletzte sich dabei schwer.

Ein umgestürzter Bagger, ein sichtlich beschädigter Zug und ein Rettungshubschrauber, der den schwer verletzten Baggerführer in die Klinik bringt – für viel Aufregung und einige verstörte Fahrgäste sowie Bauarbeiter sorgte der Zusammenstoß eines Intercitys und eines Baggers in der Nähe des Asphaltwerks zwischen Sulz und Fischingen.

Hätte die Strecke für die Arbeiten gesperrt werden müssen?

Nach Angaben der Polizei war der IC 282 mit rund 170 Personen von Zürich nach Stuttgart unterwegs, als der Unfall geschah. Derzeit werden im Gleisbereich Bagger eingesetzt, um Verkabelungsarbeiten durchzuführen.

Während sich die Polizei vor Ort noch recht bedeckt hielt, äußerte ein recht aufgelöster Mitarbeiter der Deutschen Bahn, der Zeuge des Unfalls war, Unmut über den Ablauf der Arbeiten. Seiner Meinung nach hätte die Strecke gesperrt werden sollen, da die Gefahr für die Arbeiter zu groß sei. "Mit der Rheintalbahn fing die Katastrophe an", murmelte der Mitarbeiter kopfschüttelnd.

 

Ob der Unfall nun Folge einer Fahrlässigkeit der Deutschen Bahn war oder aus Unachtsamkeit des Baggerführers geschah, dazu konnte die Bundespolizei in Offenburg noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

"Als der Lokführer um die Ecke kam, hat er plötzlich gesehen, da steht ein Bagger", schilderte Rudolf Meintel, Notfallmanager der Deutschen Bahn, dem Schwarzwälder Boten. Daraufhin habe der Zug den Bagger an der Schaufel getroffen. Dabei sei auch das Triebwerk des Zugs beschädigt worden. Weder der Lokführer noch die Zuginsassen seien verletzt, sagte Meintel.

Eine Ersatzlok der Deutschen Bahn aus Stuttgart zog den laut Meintel nicht mehr fahrtüchtigen Zug wenige Stunden später weg. Drei Busse wurden als Schienenersatzverkehr eingesetzt. Sie brachten die gestrandeten Zugfahrgäste zum Ziel.

Durch den Zusammenprall entstand ein Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro, schätzt die Bundespolizei. Das Gleis der Gäubahn war von 10.40 Uhr bis 13.24 Uhr gesperrt. Dabei kam es bei fünf Zügen zu Verspätungen von zusammen 470 Minuten. Die Unfallursache wird durch Spezialisten der Bundespolizeiinspektion Offenburg ermittelt. Zeitweise war auch ein Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz.

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