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Sulz Hofkammer bietet Daimler Gelände an

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Die Hofkammer des Hauses Württemberg hat der Daimler AG die Domäne »Einsiedel« bei Kirchentellinsfurt angeboten. Foto: AP

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Sulz/Kirchentellinsfurt - Es wird immer spannender: Kaum hatten sich Anfang der vergangenen Woche die Gemeinderäte in Nellingen und Merklingen jeweils mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, den Dialog mit Daimler fortzuführen, wurde ein weiterer möglicher Standort für das Prüf- und Technologiezentrum Süd des Autoherstellers bekannt .

Die Hofkammer des Hauses Württemberg hat der Daimler AG die Domäne »Einsiedel« bei Kirchentellinsfurt angeboten. Mit Sulz sind damit jetzt offiziell drei Standorte im Rennen.

Der Kirchentellinsfurter Bürgermeister Bernhard Knauss hat vom Angebot der Hofkammer an Daimler erst vor gut zwei Wochen erfahren. Der Gemeinderat diskutierte am vergangenen Donnerstag nichtöffentlich über das Projekt. Öffentlich vorgestellt wird das Vorhaben bei einer Sitzung am Donnerstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr in der Gemeindehalle. Knauss rechnet mit einem großen Interesse der Bevölkerung.

Die stärkste Fraktion des Kirchentellinsfurter Rats hat bereits Position bezogen: Die Freien Wähler sprachen sich gegen das Daimler-Testzentrum aus.

300 Arbeitsplätze

Um die Vor- und Nachteile abzuwägen, hat Knauss selber noch zu wenig Informationen. 300 Arbeitsplätze, die das Testzentrum mit sich bringen würde, seien »ein Pfund«, räumt er ein. Mögliche Gewerbesteuereinnahmen haben für Knauss dagegen eine eher untergeordnete Bedeutung. Daimler habe in den 1990er- Jahre schon mal keine Gewerbesteuer gezahlt. Zudem werde immer wieder über deren Abschaffung diskutiert. »Die Gewerbesteuer ist mir viel zu unsicher«, erklärte Knauss.

Die von Wald umgebenen Äcker mit insgesamt 340 Hektar auf dem Einsiedel werden seit 100 Jahren von der Südzucker AG intensiv landwirtschaftlich für Zuckerrübenanbau und Saatgutvermehrung genutzt und ist nicht Teil des Naturparks Schönbuch.

Nichtsdestoweniger dient die Gegend der Naherholung: Dort gibt es Wanderratsplätze, Spazier- und Radwege. In der Nähe des Hofguts befindet sich außerdem das katholische Jugendhaus Einsiedel.

Das Lärmproblem dürfte auf dem abgelegenen Einsiedel keine große Rolle spielen. Kirchentellinsfurt ist beispielsweise rund zwei Kilometer entfernt.

Während es in Sulz ganz wesentlich auf die Verkaufsbereitschaft der Eigentümer ankommt, kam in Kirchentellinsfurt der Eigentümer auf Daimler zu. Dort liegt es jetzt am Gemeinderat, ob ein Bebauungsplanverfahren für das Testzentrum eingeleitet werden soll. Das Genehmigungsverfahren, an dem auch die umliegenden Gemeinden, unter anderem Tübingen und Reutlingen, beteiligt werden müssten, würde, so Knauss, jedoch Jahre dauern. Sollte der Gemeinderat nicht zustimmen, wäre das Projekt für Daimler in der Tübinger Kreisgemeinde gestorben. Dort hat die Meinungsbildung jetzt begonnen.

»Noch gibt es keine Favoriten«, sagt Florian Martens, einer der Daimler-Sprecher, zu der Konkurrenzsituation. Es bleibe auch bei dem Zeitplan, dass Daimler Ende des Jahres entscheide, auf welchen Standort man sich konzentriere. Man werde dabei nach der verträglichsten Lösung suchen. Daimler hat nach Auskunft von Martens noch eine »Handvoll« weiterer Standorte im Auge.

- Die Daimler AG hat jetzt eine eigene Online-Präsenz für das Projekt »Prüf- und Technologiezentrum Süd« gestartet. Auf www.daimler.com/pruefzentrum finden Interessierte Details und Hintergründe sowie Fragen und Antworten zu der Standortsuche des Unternehmens.

 
 

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