Foto: Heidepriem

Aufwendige Suche nach eventuellen Verletzten. Rätselhafter Taxieinsatz. Fahrer noch nicht ermittelt. Mit Video

Sulz-Mühlheim/Empfingen - Mit großem Aufgebot suchten am Samstagabend Polizei, Feuerwehr, DRK, Notärzte und Helfer nach Insassen des VW, der auf der Kreisstraße zwischen Sulz-Mühlheim und Empfingen verunglückt war. Sie blieben verschwunden. Anscheinend ließen sie sich von einem Taxi nach Hause bringen.

Als die Polizei und die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, lag das schwer beschädigte Auto in der ersten, scharfen Kurve von Empfingen her kommend.

60 Meter über den Asphalt gerutscht

Der Fahrer kam, so die Polizei, kurz gegen 21.35 Uhr nach rechts von der Straße ab, fuhr in die angrenzende Dole und streifte die dort stehende Mauer.

Nach dem Streifer kippte der Wagen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis auf die Seite, gelangte wieder auf die Fahrbahn und rutschte rund 60 Meter über die Straße. Schließlich blieb das Fahrzeug, total demoliert, auf der Seite liegen. Autoteile waren auf der ganzen Straße verteilt.

Die Rettungskräfte fanden allerdings von einem Fahrer oder anderen Personen keine Spur. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass der oder die Insassen möglicherweise irgendwo schwer verletzt in der Nähe der Straße liegen.

Die Wehrmänner aus Mühlheim und Sulz durchsuchten das Gebüsch auf beiden Seiten der Straße, wurden sogar abgeseilt.

Allerdings war niemand zu finden. Neben der Wärmebildkamera wurde sogar eine Drohne eingesetzt und ein alarmierter Hubschrauber überflog das Gelände in der Nacht mehrmals.

Es machte sich ein Gefühl der Hilflosigkeit bei den Helfern breit, durch das dichte Gestrüpp und die Dunkelheit wurde die Suche zusätzlich erschwert. Viele Einwohner aus Mühlheim, Renfrizhausen, Bergfelden, Fischingen, Holzhausen und auch Empfingen wurden in Atem gehalten, niemand wusste so recht was passiert war.

Die Straße zwischen Mühlheim und Empfingen war über drei Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt.

Gerüchteweise war zu hören, dass sich mehrere Personen, die im Zusammenhang mit dem Unfall stehen könnten, mit dem Taxi aus Sulz-Mühlheim abholen ließen. Dies sieht die Polizei, so ein Sprecher, mittlerweile als gesichert an.

Inzwischen war auch die Malteser Hundestaffel aus Rottweil alarmiert worden. Zwar dauerte es eine Weile, bis die Hunde vor Ort waren, doch ihre Unterstützung zahlte sich aus. An mehreren Stellen Richtung Mühlheim wurden Blutspuren entdeckt.

Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass drei Personen im Auto saßen, die, so der Stand gestern Nachmittag, bislang nicht aufgefunden wurden. Auch der Halter des Fahrzeugs wurde noch nicht angetroffen. Das Fahrzeug befindet sich, so hieß es gestern, in der Obhut der Polizei.

Die Ermittlungen wegen der Verkehrsunfallflucht und den vorangegangenen Verkehrsverstößen sind noch im Gange.

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