Dieser tote Fisch treibt am Freitag bei Fischingen im Neckar. Foto: Danner/Steinke-Vollmer

Spaziergängerin findet toten Fisch im Neckar. ANV und Landratsamt geben Entwarnung.

Sulz - Eigentlich wollte die Hundebesitzerin nur mit ihrem Vierbeiner am Neckarufer in Fischingen spazierengehen. Da sah sie den toten Fisch im Wasser treiben und schickte uns besorgt ein Foto.

Doch ANV und Landratsamt geben Entwarnung. Uwe Brettschneider, Gewässerwart beim ANV (Angel- und Naturschutzverein) Sulz kann das tote Tier anhand des Fotos nicht so recht einer Art zuordnen. Es könnte sich um eine kleine Barbe handeln, meint er und begrüßt, dass er informiert wurde. Ein Fischsterben aufgrund der hohen Temperaturen schließt er allerdings aus. Vielmehr komme es immer mal wieder vor, das große Fischarten wie Barben oder Äschen nach dem Laichen sterben.

Auch beim Landratsamt geht man der Anfrage sofort nach. Dem staatliche Fischer­eiaufseher Friedhelm Glönkler wird das Foto des toten Fisches per Mail zu seinem Dienstsitz auf der Reichenau weitergeleitet. Auch er gibt Entwarnung.

Nichtsdestotrotz sind die Verantwortlichen beim Sulzer ANV gerade während dieser extremen Hitzeperiode ständig auf Kontrollgängen am Neckar unterwegs, berichtet Brettschneider. So habe er festgestellt, dass sich die Forellen am unteren Wuhr (Foto oben) bei der Fischerhütte gerade rar machen. Sie suchen das kühlere Wasser in der Fließstrecke. Denn dort gibt es mehr Sauerstoff.

Mit Bedauern sehe man beim ANV deshalb auch, wenn schattenspendende Bäume entlang des Ufers gefällt werden. Obgleich die Forstsbehörde hier natürlich Sicherheit gewährleisten müsse, falls sich nebenan ein Rad- oder Gehweg befinde.

Uwe Brettschneider würde sich mehr sogenannter Schutzsteine im Neckar wünschen. Hinter den großen Steinbrocken sammle sich Futter und Sauerstoff. Doch das Hineinhiefen sei nicht billig und von einem Verein alleine gar nicht zu bezahlen.

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