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Sulz a. N. Zwei künstlerische Aussagen ergänzen sich perfekt

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Barbara Irion (von links) und Heidemarie Messmer zwischen "Erinnerungen" und "Wellen" Foto: Vögele Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Glatt. "Schauen und ­begreifen" ist das Thema einer Ausstellung im Wirtschaftsgebäude des Wasserschlosses. "Schauen" bezieht sich dabei auf Malereien von Barbara Irion aus Balingen. Hinter "Be-greifen" verbergen sich die Werke der Bildhauerin Heidemarie Messmer aus Ofterdingen.

Bereits im Eingangsbereich deutet ein grafisch gestaltetes Bild auf die Kombination von Raumillusion und Erfahren hin. Betritt man den unteren Raum, nehmen die Bilder und Skulpturen den Blick gefangen, denn beide künstlerischen Aussagen ergänzen sich gut. Die Leichtigkeit bunter Luftballons, gebannt in Öl, leiten über zum Thema "Geschwindigkeit". Und die ist eingefangen in Wettbewerben wie Radrennen und Schwimmen. Mensch und Wasser sind eins.

In "Erinnerungen an Elba" vermitteln mehrere Bilder Momentaufnahmen und Eindrücke – und das in unmittelbarer Nachbarschaft zu der davor ruhenden Kirschbaum- Skulptur mit dem Titel "Erinnerungen". Angedeutete Philodendronblätter und Herzformen unterstreichen die Wuchsdynamik, sichtbar erst auf den zweiten Blick. Selbst die Sonnenstrahlen treiben ihr Spiel mit der Kunst. Fallen sie auf das erste Elba-Bild, so entsteht ein Stück echter Wahrnehmung, und die Skulptur wirft noch einen lachenden Schatten darauf.

Gearbeitet wurde mit Öl und Acryl, wobei auch Sand oder ein Zitronennetz eingearbeitet wurde. Dadurch erhalten die "Fundstücke" eine besondere Plastizität und der "Elefant" seine rissige Haut. Spiegelungen laden zum Betrachten ein, genauso wie die Gartenimpressionen, indem man der grazilen Schönheit einer blauen Libelle gewahr wird. Immer wieder wird das Auge zu den bildhauerischen Werken hingelenkt.

"Die Welle" zieht fast automatisch die Hand an. Man folgt der Linie, greift, spürt die Weichheit des Materials und erlebt sie förmlich. Verarbeitet wurden im Holzbereich etwa Lärche, Mooreiche und Zirbelkiefer. Letztere ist auch über die Nase wahrzunehmen. Als herausragendes Objekt zeigt sich ein Weidenstück mit eingewachsenem Schaukelseil.

Betrachten und Berühren, Nachfahren der Linien lassen die Dramatik spüren. Weichheit, Zärtlichkeit, Schutz vermittelt das angedeutete Händepaar mit dem Titel "Geborgen" aus unverkennbarem Maulbronner Sandstein. Weitere Kunstobjekte aus Marmor, Alabaster, Kalkstein und Schiefer, zum Teil enkaustisch bearbeitet, runden die Ausstellung ab, bei der jedes Exponat dem Betrachter seine eigene Geschichte erzählt.  Die Ausstellung ist noch bis 22. September und vom 27. bis 29. September geöffnet, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

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