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Sulz a. N. Zum Neustart freudige Klänge aus dem Barockzeitalter

Von
Mit viel Sinn für den Klang in der Johanniskirche musizieren Organist Jörg Michael Sander, Sopranistin Petra Dieterle, Friedemann Kienzle, Gundula Kleinert (Barockviolinen) und Cellistin Anette Knierim bei der ersten musikalischen Vesper nach viermonatiger Corona-Pause.Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Renfrizhausen. Barockmusik pur gab es in feiner Darbietung am frühen Sonntagabend in der Johanniskirche. Pfarrer Matthias Gössling freute sich über einen "Neustart" der musikalischen Vespern.

Das Publikumsinteresse war groß: Die kleine Kirche war unter Einhaltung des Mindestabstands bis auf den letzten Platz besetzt. Es musizierten der Freudenstädter Bezirkskantor Jörg Sander, die Sopranistin Petra Dieterle, die Violinisten Friedemann Kienzle und Gundula Kleinert sowie Anette Knierim am Barockcello. Werke von Heinrich Schütz, Dieterich Buxtehude, Johann Rosenmüller und Georg Friedrich Händel waren zu hören. Nach langer Pause freue er sich jetzt richtig auf die Wiederaufnahme der beliebten Vespern, sagte Gössling. Die Hygiene-Auflagen müssten jedoch eingehalten werden. Die Besucher durften nur mit Mund-Nasen-Bedeckung in die Kirche.

Jubelnde Momente gab es gleich zum Auftakt mit Johann Rosenmüller und seiner Sonate Nr. 3 für Violine, Violoncello und Orgel, einem unterhaltsamen, kurzweiligen Werk im Stil seiner Zeit. Im fröhlichen ersten Satz, den die vier Instrumentalisten im besten Miteinander gestalteten, lebten die quirligen Violinklänge, die von fließenden Celloabschnitten begleitet wurden, recht überlegen auf, sodass man den heiteren italienischen Ton in sich aufnehmen konnte. Die langsamen Mittelsätze bezauberten mit aparter musikalischer Verzierung. Eine andere Klangfarbe brachte Heinrich Schütz’ geistliches Konzert "Mein Herz ist bereit" in das lichtdurchflutete Kirchenschiff. Petra Dieterle überzeugte hier mit ihrer schönen Stimme und mit kraftvoll ausgesungenen Melodiebögen, wofür sie langen, begeisterten Applaus erhielt. Auch in Dietrich Buxtehudes Solokantate "Herr, wenn ich dich nur hab" gelang es der Sopranistin aus Alpirsbach, durch ihre Stimme, aber auch durch ihre lebhafte Mimik Freude, Angst und Trost nachzuspüren.

Liedhaft leicht und beschwingt lobsangen die Violinen dem himmlischen König. Akzente setzte dabei die von Sander gespielte Orgel. Georg Friedrich Händels selten musizierte Vertonung des liturgischen "Gloria" brachte schließlich schön abgestimmte Wechsel zwischen den Instrumentalisten und der Solistin. Dass die Zuhörer von der Musik berührt waren, zeigte der begeisterte Beifall.

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