Betrifft: Kindergarten-Szenario Sicher haben Eltern viele Wünsche an die Betreuungseinrichtung

Betrifft: Kindergarten-Szenario Sicher haben Eltern viele Wünsche an die Betreuungseinrichtung wie hervorragende pädagogische Konzepte, Ganztagesbetreuung, Mittagessen in der Tageseinrichtung, flexible Öffnungszeiten von früh morgens bis spät abends. Aber die Grundvoraussetzung ist doch, dass die Betreuungseinrichtung nah und persönlich ist. Dies kann nur der Dorfkindergarten leisten. Er trägt zu einem großen Teil zur sozialen Verankerung der Kinder und der Familien im Dorf bei. Es besteht ein enger Kontakt zwischen Erzieherinnen, Eltern und Kindern. Deshalb haben fast alle Familien in der Vergangenheit den Kindergarten im Dorf mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten, einem Kindergarten außerhalb mit besseren Öffnungszeiten vorgezogen. Ohne Kindergarten würde sich das Dorfleben verändern. Es gäbe keinen St. Martins-Umzug, keinen Adventsbasar, kein Fest und keinen Gottesdienst an dem der Kindergarten beteiligt wäre. Auch der Zugang der Kinder zu Vereinen würde schwieriger werden. Schließlich werden weniger junge Familien sich für ein Leben im Dorf entscheiden. Es ist fraglich, ob das bestehende Angebot mit einigen eingruppigen Kindergärten viel teurer ist als das vorgestellte Szenario. Was kostet der Bau von zwei zusätzlichen Kindergartengruppenräumen in Hopfau? Was kosten die Buslinien und die Begleitpersonen? Wenn kein Kindergarten mehr im Ort ist, werden Eltern aus Glatt Alternativen auf dem Arbeitsweg suchen. Hier gehen der Stadt Sulz wichtige Gebühren verloren, und darüber hinaus müsste die Stadt hohe Ausgleichszahlungen an die Gemeinden zahlen, die die Kindergartenplätze dann bereitstellen. Ich appelliere an Herz und Verstand des Gemeinderates, dieses Szenario fallen zu lassen. Ortsteile brauchen ihre Kindergärten als Fundament für die Zukunft. Liane Voll Sulz-Glatt