Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Sulz a. N. Weiterer Corona-Fall im Kindergarten Schillerhöhe

Von
Auch ein Kindergartenkind wurde inzwischen positiv getestet. (Symbolfoto) Foto: Dieffembacq

Sulz - Das Gesundheitsamt Rottweil hat die Eltern der Schillerhöhe-Kindergartenkinder am Donnerstag über den positiven Corona-Test einer Erzieherin telefonisch informiert. Am Freitag folgte die Verfügung des Sulzer Ordnungsamts, dass die in der Einrichtung betreuten Kinder der "häuslichen Absonderung in der Wohnung" bis frühestens 19. Oktober unterlägen.

Das hat gewisse Irritationen ausgelöst, da der Begriff "Absonderung" nicht näher erläutert wurde. Müssen beide Elternteile sich absondern, oder reicht es, wenn nur einer mit dem Kind in Quarantäne geht? "Wir müssen klare Anweisungen bekommen", moniert ein Vater.

Ein Elternteil muss mit in Quarantäne

Im Schreiben des Gesundheitsamts an die Eltern heißt es: "Da Ihre Kinder aufgrund des Alters nicht ohne Betreuung sein können, muss ein Elternteil sich mit in häusliche Absonderung begeben. Die Vorgabe ist, dass Ihr Kind und die betreuende Person sich häuslich von den anderen Familienmitgliedern absondern müssen."

Die Sulzer Ordnungsamtsleiterin Sabrina Glöckler bestätigt die Anordnung des Gesundheitsamts. "Das praktizieren wir auch schon seit Corona-Beginn", erklärt sie. Nur war das den Schillerhöhe-Eltern nicht so ganz klar. Vor allem fragen sie sich, wie das praktisch im Haus umgesetzt werden kann. "Wir haben keine Villa mit 20 Zimmern", sagt der betroffene Vater.

Konsequente Hygienemaßnahmen

Das Gesundheitsamt teilt mit, dass alle Haushaltsmitglieder konsequent Hygienemaßnahmen einhalten sollen. "Dazu gehört auch, sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten oder diese zeitlich getrennt zu nutzen, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden." Während der Quarantäne stehen die Betroffenen unter Beobachtung des Gesundheitsamts. Röntgenuntersuchungen, Blutentnahmen, Abstriche von Haut und Schleimhäuten seien zu dulden und der Zutritt in die Wohnung zu gewähren, heißt es in der Verfügung. Das Grundrecht der Freiheit der Person wird damit zeitweise eingeschränkt. Dies sei angemessen im Hinblick auf die Verbreitung der Krankheit, die zu erheblichen Gesundheitseinschränkungen bis hin zum Tod führen könne. Das Ordnungsamt war darüber hinaus besorgt, dass sich das Corona-Virus im Stadtgebiet weiter verbreiten könnte. Weil der Verdacht eines möglichen Kontakts zum Schillerhöhe-Kindergarten bestand, sind die Ortschaftsverwaltungen Mühlheim und Renfrizhausen vorsichtshalber geschlossen worden. Inzwischen seien die Rathäuser wieder geöffnet, teilt Sabrina Glöckler mit.

Mittlerweile wurde aus dem privaten Umfeld der Infizierten, dem so genannten Indexfall, eine weitere Person positiv getestet, auch liege bei einem Kindergartenkind ein positiver Befund vor, teilt die Pressesprecherin des Landratsamts Rottweil, Brigitte Stein, auf Anfrage mit. Weitere Kontaktpersonen des Indexfalles stünden zudem in Quarantäne. Es sei nicht auszuschließen, dass sich der Personenkreis der Infizierten ausweite. Brigitte Stein betont mit Blick auf Kindergärten: "Wichtig ist eine konsequente, strikte Umsetzung des Hygienekonzepts. Auf die Einschränkung von Kontakten beim Personal untereinander ist zu achten."

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.