Helmut Hauser und der Landespreis für Heimatforschung sind untrennbar verbunden
Von Gert Ungureanu
Sulz/Balingen-Ostdorf. Seit 25 Jahren sitzt er in der Jury, die Jahr für Jahr den Landespreis für Heimatforschung auslobt. Aber noch ist es ihm nicht zu viel. Der Ostdorfer Dichter und Sänger Helmut Hauser leitet einmal mehr die Jury, in der er den Schwäbischen Chorverbund (früher Sängerbund) vertritt. Nach Müllheim im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr Bühl der Austragungsort sein.
Rund 100 Bücher habe er in diesen Jahren gelesen und bewertet, sagte Hauser im Gespräch mit unserer Zeitung. Darunter habe es viele erste Preise gegeben, und zudem etliche Anerkennungs-Urkunden. "Auch die Schülerpreise waren mir immer wichtig", räumt der ehemalige Schulamtsleiter ein. Er findet es schade, dass es kaum Schülerarbeiten aus dem Zollernalbkreis gibt.
Hauser erinnert an die preisgekrönte Arbeit von Jürg Arnold über dessen Urgroßvater, den Dichter Wilhelm Ganzhorn, der unter anderem "Am schönsten Wiesengrunde" geschrieben hatte, und an die ausgezeichneten Arbeiten von Egon Viesel über den Kornbühl, die Salmendinger Kapelle und ihre Landschaft sowie von Hans Harter über Schiltach.
Aber nicht nur in der Bewertung und Prämierung von wissenschaftlichen Arbeiten ist Hauser aktiv: Neue Gedichte, neue Vertonungen, neue Veranstaltungen halten den rührigen Ostdorfer in Bewegung. Stolz zeigt er die Festschrift zum Kulturpreis des Dreiländerkreises Sigmaringen vom 24 November 2010: Darin wird Erwin Zillebiller für seine Historienschauspiele gewürdigt – und mit ihm auch Helmut Hauser, der die Geschichten in Verse gefasst und für die Vertonung gesorgt hat. "Für die Festschrift sollte ich zwei neue, vertonte Gedichte zur Verfügung stellen", erinnert sich Hauser. Gesagt, getan. Die Texte "Heimat im Auftrag" sowie "Entfaltet und gestaltet" wurden vom Heilbronner Gau-Chorleiter Klaus-Dietmar Eisert für Chor vertont. Es sind nicht die einzigen Neuvertonungen: Auf einer CD zum 100-jährigen Bestehen des Zollernalb-Sängergaus ist Hausers Gedicht "Im Liede bewahrt" zu hören – in der Vertonung von Max Rabe. Es ist nicht der einzige digitale Tonträger geblieben: Auch die "Deutsch-chinesische Literaturstunde" mit dem Tübinger Literaturwissenschaftler Gu Zhengxian ist auf einer CD erschienen. Die zweisprachige Ausgabe seiner Gedichte – in Deutsch und Chinesisch – hat der GlücklerVerlag dem Ostdorfer zum Geburtstag geschenkt, ein Unikat, das sehr aufwendig gestaltet ist.