Ortschaftsrätin Barbara Klaussner stellt Umfrage vor / Befürchtungen wegen Teststrecke
Sulz-Mühlheim (wh). Die Angst um den Lärm, die von der Daimler-Teststrecke ausgehen könnte, steige, berichtete Ortschaftsrätin Barbara Klaussner bei der jüngsten Ortschaftsratsitzung in Mühlheim. Klaussner hatte den "Tag des Lärms" in Form einer Umfrage aufgearbeitet und informierte ihre Kollegen über das Ergebnis. Der Lärm, vor allen Dingen nachts, und der Gestank, der durch die Testfahrten entstehen könne, beschäftigen die Bürger. Die Bürger aus Mühlheim machten sich auch Gedanken darüber, was passiere, wenn die Teststrecke genehmigt werde. In der Bauphase würde voraussichtlich der ganze Verkehr durch Mühlheim gelenkt werden und Lärm und andere Belastungen für die Bürger verursachen, erklärte Klaussner.
Doch nicht nur der Lärm durch die Teststrecke treibt die Mühlheimer um. In der Befragung sei die Unsitte von nächtlichen Böllerschüssen angeprangert worden wie auch das Abbrennen von Feuerwerk und ähnlichem um Mitternacht. Andauerndes Hundegekläffe, Rasenmähen zur Mittagszeit, Autobahnlärm von zwei Seiten, und zwar Tag und Nacht, die Aufzählung der Bürger war ausführlich. In ihrer Liste hatte die stellvertretende Ortsvorsteherin auch den Lärm durch die Hauptstraße und die Straße nach Empfingen, das Dauerrauschen, das aus südlicher Richtung ständig zu hören sei, den Brückenschlag bei der Autobahn, Abrolllärm wie auch die zusätzliche Lärmbelästigung durch jugendliche Teststreckenfahrer am und um das Rondell am Ortseingang von Renfrizhausen bei den Firmen Kimmich und Dreher. Auch Bürger aus Renfrizhausen hatten an der Befragung teilgenommen. Die ohrenbetäubende Musik bis in die Morgenstunden raube Einwohnern den Schlaf ebenfalls. Im kommenden Jahr soll der "Tag des Lärms" früher und intensiver vorbereitet werden und noch mehr die Renfrizhausener in den Ablauf eingebunden werden.