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Sulz a. N. Tierbilder und Plastiken im Visier

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Heiko Hinzmann (links) bewundert den Luchs auf Leinwand. Rechts: der Künstler Norbert Stockhus Fotos: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Bogenschießen, Natur und Kunst: Das passt im Glatter Täle bestens zusammen. Dort flogen wieder die Pfeile – am Pfingstsonntag auf Tierscheiben und am Pfingstmontag auf Tierplastiken.

Sulz-Glatt. Ein Großteil der Zielscheiben sind Tierbilder von Norbert Stockhus. Der Künstler ist selbst Bogenschütze. Immer wieder stellt er in seinem Atelier kleinformatige Radierungen von heimischen Tieren her. Die Kupferstiche sind nun für die Ziele der Bogenschützen vergrößert und digital ausgedruckt worden.

Der Großdruck von einem Luchs diente allerdings nicht als Zielscheibe. Er hing auf der Rückwand des Bauwagens im Täle, leider ein bisschen versteckt. "Sehr schön", bewunderte eine der Schützinnen mit Compoundbogen das 1,5 Meter lange und über einen halben Meter hohe Bild. Der Digitaldruck ist so hochwertig, dass jedes Detail von der Kupferplatte zu sehen ist und zeigt, wie genau der Künstler arbeitet. "Das ist super", war auch Heiko Hinzmann von der Bogeninteressengemeinschaft (BIG) Glatt, die das Luchsturnier ausrichtete, begeistert.

Die Bogenschützen fanden am Sonntag gute Bedingungen vor. Eine Gruppe aus der Pfalz machte sich auf den Weg in den Wald. Es ging bergauf, gutes Schuhwerk war erforderlich, denn leicht konnte man über herumliegende Äste stolpern. Das Ziel war 54 Meter entfernt, kein Problem für Compoundbögen. Aber trotz Zielvorrichtung: Nicht jeder Schuss traf. "Der ist weit darüber", ärgerte sich einer der Schützen. Andere machten es besser, nachdem vorher nochmals mit dem Fernglas das Ziel ausgemacht worden war.

"Wir sind jedes Jahr da", sagte Armin Grimm aus Villingendorf, der mit Lothar Ehmann und Bruno Gaus zusammen unterwegs war. Sie trainierten für das 3D-Turnier am Montag. Dann sind Tierplastiken die Ziele. Für die meisten Teilnehmer ist die "Jagd" auf Wolf, Bison oder Bär das attraktivere Turnier.

"Wir schießen wie Robin Hood oder die Indianer", erklärten die Villingendorfer. Da komme es aufs Gefühl an, aber natürlich muss mit dem Blankbogen auch viel trainiert werden. Auf die 28 Scheiben mussten jeweils drei Pfeile abgeschossen werden. Die Trefferquote sei durchwachsen. Ärgerlich, wenn mancher Schuss knapp daneben ging.

"Alles gut", lobte eine Dreier-Gruppe aus Schwäbisch Hall die Bedingungen. Sie waren zum ersten Mal in Glatt. "Weil es hier bergig ist", fügte die junge Frau hinzu. Sie nutzte das Glatter Turnier als Training für die Landesmeisterschaft.

So viel Lob es jedes Mal für die Veranstalter gibt: Die Teilnehmerzahl geht seit einigen Jahren tendenziell zurück, bedauerte Vorsitzender Gottfried Hipp. Es waren schon mal mehr als 300 Teilnehmer beim Luchsturnier. Diesmal waren 100 am Sonntag, 160 am Montag gemeldet. Die Bogenschützen haben zum Teil weite Anfahrtswege. Einige kamen aus Österreich und der Schweiz. Viele übernachteten auf der Wiese beim Sportplatz im Campingwagen.

Als Preise gab es Pokale und Silbermünzen (für die Gewinner am Sonntag), Radierungen für die Besten des 3D-Turniers am Montag. Zwei Schützen wurden jeweils mit einem Kunstkalender von Norbert Stockhus geehrt: Harry Wittig aus München und Klaus Rapp nahmen am Luchsturnier in Glatt jeweils zum 30. Mal teil.

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