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Sulz a. N. "Theater ist eine Schule des Lebens"

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Rund 300 Gäste kommen zum Bürgerempfang des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (vorne Dritter von links) in der Sulzer Stadthalle. Foto: Steinmetz

Sulz - Mit einem Gala-Abend und der Verleihung des Staatspreises Lamathea in sechs Kategorien und für das Lebenswerk endete am Samstagabend in der Sulzer Stadthalle "Baden-Württemberg macht Theater". Vorausgegangen war nachmittags der Bürgerempfang des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Ehrenamtliche aus den Kommunen Sulz, Horb, Eutingen, Starzach und Rottenburg sowie weitere Gäste waren geladen und von einem gut aufgelegten Bürgermeister Gerd Hieber begrüßt worden. Das Theaterfestival bildete den offiziellen Abschluss der Heimattage Baden-Württemberg im Neckar-Erlebnis-Tal und seinen Gemeinden. "Die Theaterlandschaft ist sehr bunt", betonte der Ministerpräsident mit Blick auf die 600 Bühnen im Landesverband und die jährlich mehr als eine Millionen Besucher. Das Laientheater gehöre zum kulturellen Angebot Baden-Württembergs, sagte er.

Um die Amateurtheaterbühnen zu unterstützen, wurde der Staatspreis "Lamathea" geschaffen und erstmals in Sulz verliehen. Mit 1000 Euro in den jeweiligen Kategorien ist der Preis dotiert: nicht gerade üppig. Das räumte bei der Verleihung auch Jürgen Walter, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium ein, stellte aber in Aussicht, den Betrag noch etwas zu erhöhen. Die 400 Gäste, Theaterfreunde aus ganz Baden-Württemberg, nahmen es applaudierend zur Kenntnis. Walter hatte zuvor betont, dass das Land nicht nur die Profi-Bühnen, sondern auch den Amateurbereich fördern möchte.

Dass der "Lamathea" begehrt ist, zeigten die fast 200 Bewerbungen. Die nächste Verleihung findet in zwei Jahren in Bruchsal statt. Walter ist überzeugt, dass es dann noch mehr Einsendungen geben wird und der Preis dazu beiträgt, die Qualität des Amateurtheaters zu steigern.

Die Preisträger hatten von Donnerstag an ihre Stücke in der Stadthalle und im katholischen Gemeindehaus aufgeführt. Beim Gala-Abend wurde sie nochmals kurz präsentiert, bevor die Theatergruppen nach der Würdigung durch Mitglieder der Jury den Preis entgegennehmen durften. Die Gewinner waren das Theater Tempus fugit aus Lörrach (Kategorie Innenraumtheater) mit dem Stück "Der Revisor", das Jugendtheater Rastatt (Theater mit Kindern und Jugendlichen) mit "Romeo und Julia", das Theater im Kurpark aus Gernsbach (Freilichttheater) mit "Der zerbrochene Krug", der Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober aus Creglingen (Mundarttheater) mit "An einem Tag im März", das Theater im Gewölbe aus Offenburg (Theater mit soziokulturellem Hintergrund) mit "Kauf dich glücklich" und Larifari Paukenschlag aus Überlingen (Puppen- und Figurentheater) mit "Die chinesische Nachtigall".

Für das Lebenswerk ausgezeichnet wurde Ernst Kittel aus Schwäbisch Gmünd. In 65 Jahren hat er 200 Rollen gespielt und in 77 Theaterstücken Regie geführt. "Theater ist eine Schule des Lebens", versicherte der Hochbetagte. Das Gedächtnis werde trainiert, man lerne, sich in andere hineinzudenken, auf andere zu achten, zu hören und zu reagieren. Das Wichtigste aber sei: "Man macht nur den Mund auf, wenn man was zu sagen hat." Das gelte vor allem für Politiker. "Ich mache weiter", erklärte Ernst Kittel, der anhaltenden Beifall bekam.

Den erhielt auch Rolf Wenhardt, der scheidende Präsident des Landesamateurtheaterverbands. Nach achtjähriger Amtszeit wurde er verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Naemi Zoe Keuler aus Stuttgart.

Den Gala-Abend moderierte mit Witz und Humor der Kabarettist Jens Neutag. Die Big Band des Albeck-Gymnasiums mit Leiter Martin Schneider begeisterte das Publikum mit Titeln wie "Hey Jude" oder "Mas que nada". Das Jugendvarieté Kraball zeigte verschiedene Jonglagen.

 
 

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