Bürgermeister Gerd Hieber und der Norbert Stockhus (von links) präsentieren im Bürgersaal das Sulz-Bild. Die Stadt hat es beim Glatter Künstler in Auftrag gegeben. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Glatter Künstler Norbert Stockhus hat die Stadtansicht mit viel Fantasie und Kreativität gemalt

Von Marzell Steinmetz

 

Sulz. Schauen, entdecken und staunen: "Es ist fantastische Kunst", sagte Bürgermeister Gerd Hieber zum Sulz-Bild von Norbert Stockhus, das er am Freitag zusammen mit dem Glatter Künstler im Bürgersaal des Rathauses enthüllte.

Dort wird es seinen Platz haben. Doch es ist schon wieder weg: Das großformatige Werk mit der Sulzer Stadtansicht befindet sich seit Samstag als Leihgabe im Fürstensaal des Glatter Wasserschlosses, wo die Ausstellung "Der obere Neckar – Bilder einer Landschaft" eröffnet wurde.

Stockhus hat an dem Bild bis kurz vor der Präsentation gemalt – und ist immer noch nicht ganz fertig geworden. Eine kleine Fläche muss noch bearbeitet werden. Und das will der Künstler erledigen, bevor das Bild auf Dauer seinen Platz im Bürgersaal einnimmt.

Bürgermeister Hieber erinnerte daran, dass die Stadt in den Jahren 2007/08 das Rathaus umbaute. Es entstand das Bürgerbüro und der Bürgersaal für Veranstaltungen und die Sitzungen des Gemeinderats. Die Idee war dann, wie Hieber berichtete, mit einem Bild von Norbert Stockhus dem schlicht gehaltenen Raum einen besonderen Charakter zu geben. Auslöser für den Auftrag an den Künstler, Sulz zu malen, war das 725 Jahr-Jubiläum der Stadt, das mit vielen kleineren Veranstaltungen gefeiert wurde. Aber man wollte auch etwas Dauerhaftes haben. Hieber: "Das ist das Stadtbild Sulz". Die Auftragsvergabe habe der Gemeinderat trotz des Krisenjahrs 2009 beschlossen.

Hieber hat zur Finanzierung des Bildes zahlreiche Unterstützer gefunden. Bei der Präsentation begrüßte er Unternehmer der Stadt, die einen finanziellen Beitrag leisteten. Auch der Kernstadtbeirat stellte Mittel aus seinem Budget zur Verfügung. Wenn das Stadtbild von Glatt wieder in den Bürgersaal zurückkehrt, wird eine Info-Tafel über Norbert Stockhus und eine weitere Tafel mit den Sponsoren angebracht. Stockhus, so Hieber, arbeite als Mitglied im Programmbeirat des Kultur- und Museumszentrums auch für die Stadt. Die Ausstellungen mit namhaften Künstlern im Glatter Schloss wären ohne seine vielen Kontakte nicht möglich gewesen.

"Das Bild ist ein typischer Stockhus: Man erkennt, was es ist, aber es kommt unglaublich viel Kreativität und Fantasie dazu", erklärte Hieber, und das rege zu Gesprächen an. Stockhus hat beispielsweise die Ruine Albeck wieder aufgebaut und das Krankenhaus zur Ruine gemacht. Aber es gibt unendlich viele weitere Details, die auf den ersten Blick gar nicht zu erfassen sind. Das Bild, das die Stadtansicht aus der Vogelperspektive neckaraufwärts zeigt, löste bei den Besuchern im Bürgersaal denn auch große Begeisterung aus. So mancher von ihnen hat schon mal sein Haus gesucht.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Jazz-Duo Sven Gnass (Klarinette) und Alain Serraf (Gitarre).