Weihnachtskonzert: Bauder-Kantorei führt in der evangelischen Stadtkirche Musik von Bach und Vivaldi auf

Die Bauder-Kantorei hatte zum Weihnachtskonzert eingeladen. Zusammen mit dem Sulzer Kammerorchester, einigen Solisten und Janina Schaible an der Orgel gestalteten die gut 40 Sänger ihr Konzert mit viel Klangschönheit und Ausdrucksstärke.

Sulz. Ein gehaltvoller Abend mit zwei Werken von Johann Sebastian Bach und Vivaldis Gloria (RV 589) erwartete die zahlreichen Besucher in der gut gefüllten und festlich geschmückten Stadtkirche.

Das Warten auf den Erlöser, Verkündigung, Freude, Dank, Lobpreis für Jesu’ Geburt – all das spiegelt die Bach-Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" wider.

Der von Erika Rieder vorbereitete Chor veranschaulichte eindrücklich die Erzählung von der Geburt Jesu. Mit stimmlichem und instrumentalem Glanz vermittelten die Sänger und Solisten die barocke Freude.

Festlichen Violinen und Trompetenklang

Schon der professionell musizierte Eingangschor schien wie ein einziges Fest. Tenorsänger Tobias Haas gab sein Rezitativ als spannende Darstellung von Marias Gedanken wider. Christine Zeeb sang ihre beiden Alt-Arien tiefsinnig und klar. Die Basssänger Steffen Balbach lieferte ein klangschönes Fundament, und Sopranistin Uta Mittelbach überzeugte mit großartiger Stimme und klarer Betonung. Besonders gut gelang der bekannte Choral "Wohl mir, dass ich Jesum habe". Die Kantorei zeigte sich frisch, motiviert und des musikalischen Gewichts dieser Bach-Kantate voll bewusst. Das Sulzer Kammerorchester war den Sängern ein ebenbürtiger Partner. Besonders gefielen hier die festlichen Violinen und der einleitende Trompetenklang. Erika Rieder dirigierte energisch, mit besonderem Augenmerk auf ein einwandfreies Miteinander zwischen Chor und Streichern.

Klanggewaltig setzte das Orchester mit Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen und Streichorchester in d-Moll dann ganz andere Akzente. Eine beschwingte Atmosphäre entstand im Kirchenschiff. Mit Präzision und Fingerspitzengefühl fanden sich die Solisten Christine Schneider und Andreas Fendrich in die vor Fröhlichkeit lodernde Atmosphäre ihres eigenen Ensembles ein.

Besonders im zweiten Satz schienen die beiden schlichten Geigenstimmen im innigen Zwiegespräch vereint. Das kraftvolle Werk war bei dem gut geschulten Ensemble bestens aufgehoben.

Als Kontrast setzte die Chorleiterin Antonio Vivaldis "Gloria", eine Messe aus dem Barock für Chor, Solisten, Streichorchester und kleine Bläserbesetzung als letztes Werk auf das Programm. Die Wirkung der Musik in Kombination mit Gesang und Texten in lateinischer Sprache war sehr eindringlich.

Musikalische Schilderung des Erlöser-Lebensweges

Über dem strahlenden Eingangschor "Gloria in excelsis Deo" mündete das sanfte und hingebungsvolle Sopran-Duett "Wir loben dich" von Uta Mittelbach und Ruth Fink in klangvolle Dankesworte, die die Anbetung und den Jubel bis hin zum finalen Amen umrahmten. Besonders anrührend und voll von tiefer Emotion gestaltete Christine Zeeb ihr Solo im Choral "Domine Deus". Letztendlich klang die musikalische Schilderung des Erlöser-Lebensweges ebenso harmonisch wie bei der Bach-Kantate.

Der herzliche Beifall zeigte, dass Programm und Ausführung gut gefallen hatten und bescheinigte den Akteuren die Freude der Zuhörer an ihrem musikalischen Tun.

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