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Sulz a. N. Statt Museum nun Notariatsräume

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Das ehemalige Textilhaus in der Sonnenstraße wird umgebaut. Von links: Notarin Daniela Nowak sowie die Architekten Ulrich Scholtz und Herwarth LangeFoto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Das Vayhinger Haus in der Sonnenstraße 4 wird innen umgebaut und umfassend energetisch saniert. Notarin Daniela Nowak mietet das Erdgeschoss. In den Obergeschossen entstehen Wohnungen.

Sulz. Die GbR Scholz hat das Gebäude vor drei Jahren von der Familie Binder gekauft. Der ursprüngliche Plan war, das Bauernfeind-Museum in dem ehemaligen Textilhaus einzurichten. "Ich bedauere bis heute, dass diese Idee nicht umgesetzt werden konnte," sagte Ulrich Scholtz. Der Stuttgarter Architekt stellte am Mittwochabend das neue Projekt vor. "Ich bin keiner, der ein Gebäude als Ruine stehen lässt", erklärte er.

Vorausgegangen war der Umbau des Gebäudes Sonnenstraße 2 zu einem Notariat durch die GbR Scholtz. Daniela Nowak konnte im Januar 2018 von Dornhan in die neuen Räume in Sulz einziehen. Inzwischen sah sie Bedarf für eine Erweiterung des Notariats im Erdgeschoss. Wo früher modische Kleidung verkauft worden war, werden nun Büroräume, in den Obergeschossen vier Wohnungen und eine weitere in der Sonnenstraße 2 gebaut. Sie sollen zu moderaten Preisen vermietet werden. Der Eingang wird künftig von der Brucktorstraße her sein.

Das Vayhinger Haus ist nach dem Sulzer Stadtbrand 1795 errichtet worden. In 225 Jahren sei viel verändert worden. Scholtz zeigte an die Decke mit dem Lehm/Strohgeflecht. In den 1950er-Jahre sind Stahlträger eingezogen worden.

Was noch brauchbar ist, wird wiederverwendet. Scholtz bevorzugt Holz als CO2 speicherndes Baumaterial. Nachdem in den vergangenen Monaten viel Schutt ausgeräumt worden ist, komme man in die Aufbauphase, die, wie Scholtz und der betreuende Architekt Herwarth Lange vermuten, noch einige Überraschungen parat halten werde. Der Bauherr wollte daher auch noch nichts zur Höhe der Kosten sagen.

Dass Notarin Daniela Nowak Bereitschaft signalisierte, das Erdgeschoss anzumieten, sei die Basis für den "totalen Umbau" und die Umnutzung gewesen. Ohne Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) von 120 000 Euro und Finanzierungshilfen der KFW-Bank wäre das Vorhaben jedoch nicht machbar gewesen. Zudem könnten die Baukosten steuerlich abgeschrieben werden. Die Umnutzung solcher Altbauten, von denen es in Sulz viele gebe, sei eine sinnvolle Anlage für Investoren, ist Scholtz überzeugt.

"Wir brauchen ein Notariat", freute sich Wirtschaftsförderer Hartmut Walter, dass Daniela Nowak erweitert. Auch wegen der Wohnungen sei der Umbau des Vayhinger Hauses ein förderwürdiges Projekt.

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