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Sulz a. N. Statt Live-Gesang Lieder von der CD

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Der Frauenchor der katholischen Kirchengemeinde ist 1995 gegründet worden. Foto: Chor Foto: Schwarzwälder Bote

Die St-Johann-Singers hätten gern ihr Jubiläum gefeiert: Vor 25 Jahren sind sie anlässlich der Firmung als Projektchor auf Initiative von Thomas Rothenhäusler gegründet worden. Doch Corona machte den Sängerinnen einen Strich durch die Rechnung.

Sulz. Das nächste Konzert hätte am 2. Advent stattfinden sollen. Ganz ausfallen lassen wollte es der katholische Chor nicht, live auftreten, geht aber auch nicht. Deshalb gab es die Idee, eine CD zu produzieren, die am übernächsten Sonntag in der Kirche abgespielt wird.

Aus dem Projektchor mit Firmlingen und Eltern ist ein ständiger Chor mit eigener Band geworden. Die Idee war, dass die St-Johann-Singers den Kirchenchor ergänzen, und zwar mit anderen, modernen christlichen Liedern.

Dass es ein reiner Frauenchor wurde, war nicht von vorneherein beabsichtigt. "Wir hatten keinen Männerstopp", versichert Carmen Wössner, die seit 20 Jahren als Sopranistin mit dabei ist. Aber offenbar fühle sich ein Mann unter 17 Frauen – so viele Sängerinnen sind es heute – nicht wohl. Außer der Dirigent: Zwei Jahrzehnte lang hat Thomas Rothenhäusler die St.-Johann-Singers geleitet. Zwei Jahre lang dirigierte danach eine Musikstudentin, und seit 2017 ist Pia Bauer aus Schopfloch Leiterin. Sie hat zuvor viele Jahre gesungen, um sich schließlich zur Chorleiterin ausbilden zu lassen. "Es ist eine spannende Herausforderung", sagt sie. Doch in der Chorgemeinschaft hätten alle das gleiche Ziel: mit Freude die Botschaft Jesus "in die Herzen der Menschen zu singen". Das, so Pia Bauer, "ist eine coole Aufgabe und macht Spaß. Meine Mädels sind voll dabei."

Zu besonderen Anlässen werden zur Verstärkung dann doch noch Männer mit ins Boot geholt. Dauerhaft wollten sie aber nicht mitsingen, sondern sich lediglich an einem Projektchor beteiligen.

Der Frauenchor gestaltet Familien- und Kindergottesdienste, Hochzeiten und Taufen, umrahmt Andachten, seit einigen Jahren die Narrenmesse und gibt Konzerte auf dem Vorplatz der Kirche oder, so 2019, am Neckarstrand. Dann werden auch weltliche Lieder, beispielsweise von den Beatles oder Abba, gesungen.

Die Sängerinnen leisten jedoch auch einen Beitrag zur Ökumene. So traten sie im Lutherjahr mit der Vitamin-C-Band der evangelischen Kirchengemeinde Mühlheim/Renfrizhausen auf. Ansonsten werden sie von der eigenen Band, zwei Flötistinnen, einer Schlagzeugerin und einer Pianistin, begleitet.

Um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu pflegen, stehen Ausflüge und Feste auf dem Programm. Das Gesellige fehlt jetzt ebenso wie das gemeinsame Singen. Von Frühjahr bis zum Sommer wurde pausiert, danach sind die Proben wieder aufgenommen worden.

Das 25-jährige Bestehen sollte mit einem "Jubi- Gottesdienst" im März und einem Konzert im Oktober gefeiert werden. In einer kleinen Besetzung konnte am 6. November aber nur noch der Gedenkgottesdienst in kleiner Besetzung musikalisch mitgestaltet werden.

Das "Adventslicht"-Konzert, das seit mehr als zehn Jahren immer am 2. Advent stattfand, abzusagen, fiel nicht leicht. Im vergangenen Jahr konnten sich die Veranstalter über eine volle Kirche und ein gut besuchtes Gemeindehaus freuen.

Auf einer CD werden nun mehr als zehn Lieder der St-Johann-Singers aus den vergangenen Jahren gespeichert. Sie künden von Hoffnung, Licht, Liebe und Vertrauen. Rund 30 Stück werden hergestellt. Die vor Corona aufgenommenen Lieder sind am 2., 3. und 4. Adventssonntag jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr in der katholischen Kirche zu hören. Wem’s gefällt, darf die ausgelegten Tonträger mitnehmen. Spenden kommen der Kindernachsorgeklinik in Tannheim zugute. Nach Corona wird mittwochs ab 19 Uhr im katholischen Gemeindesaal wieder geprobt. "Wir freuen uns über jede, die reinschnuppern möchte", sagt Carmen Wössner.

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