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Sulz a. N. Stärke der CDU ist Präsenz vor Ort

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Maria-Lena Weiss bewirbt sich als Bundestagskandidatin im Wahlkreis. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Von Marzell Steinmetz

"Ich bin ein Eigengewächs der CDU und mit ihr groß geworden", sagt Maria-Lena Weiss im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie bewirbt sich im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen als Bundestagskandidatin der CDU.

Sulz. Die Tuttlinger Kreisvorsitzende ist nicht zum ersten Mal in Sulz: Mit dem Stadtverband hat sie bereits Kontakt aufgenommen. Vor dem zweiten Lockdown fand außerdem eine Regionalversammlung der CDU in der Stadthalle statt. Dabei hatte sie sich zusammen mit Birgit Hakenjos-Boyd, ihrer Mitbewerberin, vorgestellt.

"Sulz ist immer einen Abstecher wert. Mir gefällt die Innenstadt", sagt Maria-Lena Weiss. Sollte sie ihr weiterer politischer Weg bis in den Bundestag führen, dann würde sie auch in Sulz Sprechstunden anbieten. Vor allem aber will sie mit den Ortsverbänden engen Kontakt halten. Das sehe sie als einen wichtigen Bestandteil ihrer politischen Arbeit an. Sie ist in Mühlheim an der Donau, ihrem Heimatort, selbst CDU-Vorsitzende. So weiß sie, welche Sorgen die Ortsverbände haben.

Verschiedentlich wird über Zusammenschlüsse diskutiert. Sie ist keine Befürworterin: "Die Stärke der CDU ist, dass sie an jedem Ort präsent ist", betont sie. Durchaus Sinn mache es, wenn sich die benachbarten Verbände zu bestimmten Programmpunkten gegenseitig einladen.

Maria-Lena Weiß war 20 Jahre lang in der Jungen Union unter anderem als Kreisvorsitzende in Tuttlingen, Bezirksvorsitzende in Südbaden und einige Jahre als Mitglied im Landesvorstand und auf Bundesebene als Deutschlandrätin aktiv. Die 39-Jährige kann sagen: "Ich bin sehr vernetzt."

Kommunalpolitisch betätigt sie sich im Mühlheimer Gemeinderat und im Kreistag. Als Stadträtin habe sie gelernt, Entscheidungen zu treffen und dafür "gerade zu stehen".

Die Mutter von zwei Kindern ist Rechtsanwältin, spezialisiert auf öffentliches Recht und Energierecht. Somit hat sie immer wieder mit kommunalen Problemen und Umweltthemen zu tun, und diese Bereiche spielten auch in Politik herein. Sie kennt beispielsweise die Diskussionen um Windkraftstandorte. Eine Windkraftgegnerin sei sie nicht, jedoch auch nicht ein "großer Fan für Windräder in unserer Gegend. Dafür ist unsere Topographie nicht geeignet genug".

Drei Punkte tangieren aus ihrer Sicht besonders die Arbeit eines Abgeordneten: "Wir brauchen Arbeitsplätze, eine gute Infrastruktur" – dazu zählt für sie auch die Nahversorgung mit Einzelhandel und Ärzten – sowie "Lebensqualität im ländlichen Raum", zu der die "innere Sicherheit" gehöre. Als Mutter ist ihr aber auch die Familienpolitik ein großes Anliegen.

Für den zweiten Lockdown zeigt sie mit Blick auf die hohen Infektionszahlen Verständnis. Die Wirtschaft müsse dabei jedoch weiter funktionieren können, Betriebe und Schulen offen bleiben. Allerdings, fügt sie hinzu, "ich leide mit der Gastronomie." Auch der Einzelhandel habe Einbrüche erlitten, da nicht mehr so viel eingekauft werde, wenn man nebenher nicht noch einen Kaffee trinken dürfe. Sollte der Lockdown verlängert werden, müsse es auch im Dezember finanzielle Entschädigungen geben, fordert sie.

Bereits entschieden hat sie sich, wem sie bei der Wahl des CDU-Parteivorsitzenden die Stimme geben wird. Das werde Friedrich Merz sein. Vor vier Wochen habe sie sich aber noch euphorischer für ihn ausgesprochen, zuletzt habe er sich "nicht so glücklich verhalten".

Termin fehlt immer noch

Noch steht kein weiterer Termin fest, wann die Nominierungsveranstaltung der CDU im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen abgehalten wird. Maria-Lena Weiss hofft, dass die Versammlung bald stattfinden kann. Eine Nachfolgerin für Volker Kauder brauche vor der Bundestagswahl im September Zeit, sich zu präsentieren.

Mit Kauder war die Mühlheimerin öfters auf Sommertour. So kam sie auch einmal zum Marktplatzgespräch nach Sulz, als der heutige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Gastredner war. Kauders Sommertour habe vor allem im Kreis Rottweil eine starke Bedeutung. "Was sich bewährt hat, würde ich gern fortsetzen", meint sie.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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