Wolfgang Wölfl (Dritter von rechts) stellt im Verwaltungsausschuss einen möglichen neuen Internet-Auftritt der Stadt vor. Foto: Danner

Smartphones und Tablet-PCs verändern vieles: Internet-Auftritt von Sulz soll auf den neuesten Stand gebracht werden.

Sulz - Der Internetauftritt der Stadt Sulz soll smarter werden. Dann passt er auch besser zu den Smartphones, auf denen die Homepage mittlerweile oft aufgerufen wird.Immer mehr Menschen sitzen nicht mehr zu Hause am Rechner, wenn sie sich im Internet informieren wollen. Sie nutzen Tablet-PCs oder Smartphones, überall dort, wo sie sich eben gerade aufhalten. Dem will die Stadtverwaltung Rechnung tragen. Die jüngste Überarbeitung ihres Internetauftritts liegt schon ein paar Jährchen zurück. Da war von diesen "neuen Geräten noch gar keine Rede", sagte Bürgermeister Gerd Hieber.

Wolfgang Wölfl vom Medienwerk "Hirsch & Wölfl" erläuterte den Stadträten am Montagabend in der Sitzung des Verwaltungsausschusses, wie so eine Überarbeitung aussehen könnte.

Die Stadt Sulz arbeitet mit dem Unternehmen aus Vellberg schon seit vielen Jahren zusammen. Neben den technischen Neuerungen, nämlich der Anpassung der Seite an Handy- oder Tablet-Format, hat sich Wölfl auch der Navigation auf der Seite angenommen.

Künftig soll nach seinem Vorschlag, wer die Seite www.sulz.de besucht, über verschiedene Zielgruppen in die Tiefen gelockt werden.

Er könnte sich vorstellen, die Besucher mit Eingangsbereichen für Senioren, Familien oder Gäste an die virtuelle Hand zu nehmen und durch den Internet-Auftritt zu geleiten. Wer auf das Feld Bürger tippt oder klickt, bekommt alle Infos unselektiert. Mit professionellen Landschaftsaufnahmen könnte das Ganze unterlegt sein. Wölfl schlug die Unterteilung in Jahreszeiten vor. Sogar an die fünfte Jahreszeit hatte er gedacht und für die Fasnetswochen die Farbe lila gewählt.

Das mit den Farben ist übrigens gar nicht so einfach. Denn wie der Eingang in die Rathäuser barrierefrei gestaltet sein sollte, gibt es diesen Begriff auf für Internet-Portale. Da ist auf Nutzer zu achten, die womöglich rot-grün-blind sind. Einen großen Vorteil beim neuen Konzept, so verspricht Wölfl, stelle die Handhabung dar. Das Ganze werde so programmiert, dass Änderungen nur an einer Stelle vorgenommen werden müssen und im ganzen System durchschlagen.

Das Ändern und Einpflegen der Daten wird von Katja Abendschein übernommen. Sie betreut den Internetauftritt der Stadt jetzt schon. Für das neue Konzept, den Aufbau der Seite und die Schulung der Mitarbeiter der Verwaltung, die später damit umgehen, sind im Haushalt 15.000 Euro eingestellt. Kommen noch weitere Tools dazu, wie das Ratsinformationssystem, bei dem die Stadträte passwortgeschützt Zugang zu den Gemeinderatsunterlagen hätten, wird’s teurer. 

Am Rande: Jung geblieben

Marcella Danner 

Nicht jeder, der graue Haare hat, fühlt sich gleich als Senior. Stadtrat Ulrich Niemeyer jedenfalls zählt sich noch lange nicht zum alten Eisen. Und auch wenn er demnächst 64 wird: "Den Button ›Senioren‹ werde ich in den nächsten 15 Jahre nicht anklicken," erklärt er mit jugendlichem Grinsen im Gesicht.

Ratskollege Robert Trautwein sieht’s hingegen eher pragmatisch. Er rät über den Sitzungstisch hinweg spitzbübisch dazu, diesen Button auf der neuen Homepage der Stadt einfach doppelt so groß zu machen. Dann finde ihn Niemeyer auch. Für alle junggebliebenen Kommunalpolitiker hat Wolfgang Wölfl vom Medienwerk die Lösung: "Sie tippen einfach auf das Symbol für Bürger. Da bekommen Sie alle jugendlichen Themen präsentiert."

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