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Sulz a. N. Stadt trauert um Wolfgang Dieter Kopp

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Sulz - Ein Sulzer Original ist vor wenigen Tagen verstorben, Wolfgang Dieter Kopp. Vielen wird er in Erinnerung bleiben –­ als engagierter Vereinsmensch, als visionärer Macher, als begabter Wirt und als zuverlässiger Kamerad. Die Trauer ist groß.

Unter den Sulzern in der Kernstadt und darüber hinaus als "Koppa-Mäx" bekannt, in erster Linie bei den Mitgliedern der Narrenzunft Sulz und ganz intensiv auch beim Angel- und Naturschutzverein, wo er über Jahre hinweg für das leibliche Wohl der Angler zuständig war und auch für dessen Gäste.

Bis vor wenigen Jahren stand er hinter dem Tresen und war auch bei den Arbeitseinsätzen ein wichtiger Ansprechpartner. Natürlich auch bei der Narrenzunft Sulz, wo er als Narrenrat die Geschichte der Zunft mitgeprägt hat und erkennbar bei den Umzügen ganz vorne mitlief. Wolfgang Dieter Kopp engagierte sich besonders stark bei der Narrokapelle, bei der auch seine Frau Angelika bis zu ihrem Tod vor fünf Jahren mitspielte.

Wolfgang Dieter Kopp ist am 6. September im Krankenhaus Oberndorf im Alter von 82 Jahren gestorben, er hinterlässt sechs Kinder, dazu mehrere Enkel und auch Urenkel. Diese traurige Nachricht verbreitete sich im Neckarstädtchen wie ein Lauffeuer. Seine Familie, seine Freunde und viele weitere Wegbegleiter waren doch überrascht, weil er erst kurz davor noch im Städtchen so präsent und aktiv war.

Die Kindheit von "Koppa-Mäx" verlief sicherlich nicht in gewohnt ruhigen Bahnen. Dieter Kopp ist am 29. August 1937 im Stuttgarter Marienhospital geboren – als Sohn von Max und Frida Kopp, geborene Schmelzle, und hatte zwei Geschwister. Das sind Schwester Rottraut und Bruder Herwart, der in Sulz durch sein Engagement für die CDU und die Stadt insgesamt genauso bekannt ist.

Ohne Vater Max, der 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben ist, wuchs "Koppa-Mäx" auf. Er ging in Stuttgart, Gottenheim und auch in Sulz zur Schule. Er musste Fliegerangriffe in Stuttgart miterleben, wurde nach Haiterbach zur Tante gebracht, kam dann auch zu einer weiteren Tante nach Gottenheim bei Freiburg. Im Frühjahr 1945 zog die Familie Kopp nach Sulz.

Im Alter von 14 Jahren erlernte Kopp wie schon sein Vater und Großvater den Beruf des Metzgers. Metzger war seine Berufung, war aus dem Familienkreis zu hören. So war es klar, dass er auch die Meisterprüfung ablegte. Auf dem Kniebis war er selbstständiger Metzgermeister und wechselte dann als Wirt in den "Bären" nach Schiltach.

Kopp träumte immer davon, in Sulz beruflich aktiv zu werden und nutzte die Chance, als in den Steeb-Werken eine entsprechende Stelle frei wurde. Über viele Jahre hinweg war er Kantine-Wirt – Vesper, Getränke und Mittagessen gab es für die Belegschaft. Das Umfeld veränderte sich, er wurde Verwalter und Hausmeister bei der Firma Jennert, wie er oft bei den Stammtischrunden zu erzählen pflegte.

So auch über die Ansiedlung der Firma Metall-Veredlung Sulz. Er hatte im Urlaub am Bodensee Bodo Landendörfer kennengelernt und diesem den Standort Sulz empfohlen. Dass sich diese Geschichte für Sulz hervorragend entwickelt hat, machte Kopp stolz.

Beeindruckend war auch sein Engagement bei "seiner" Narrenzunft und "seinem" Fischereiverein, der sich dann zum ANV Sulz entwickelt hat. Noch heute erinnern sich viele der Gäste an den Mann, der beim Fischerheim "eine halbe Sau am Schnürle" beim Glücksrad anbot. Dies war die Welt von "Koppa-Mäx", für den die Geselligkeit und die Kameradschaft immer ganz wichtig waren. Er war stets freundlich und immer bereit, für seine Werte alles zu geben.

Wolfgang Dieter Kopp war zwei Mal verheiratet. Nachdem seine zweite Frau Angelika starb, hatte er schwer zu kämpfen. Sie ist im Ruhewald beerdigt, den Wolfgang Dieter Kopp auch als seine letzte Ruhestätte ausgesucht hat. Die Trauerfeier ist am Freitag um 13.30 Uhr in der evangelischen Stadtkirche Sulz.

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