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Sulz a. N. So naturnah wie nur möglich

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Herbert Rautenberg und Ralf Rosengarth befestigen an der Holzlatte ein Schild. Darauf wird erklärt, welche Bedeutung der Steinhaufen (links im Hintergrund) als Lebensraum für Tiere hat.Foto: ah Foto: Schwarzwälder Bote

"Zurück zur Natur": Unter diesem Motto pflegt der Angel- und Naturschutzverein (ANV) Sulz die Kirchbergweiher. Das Naturidyll unterhalb des Klosters will Gewässerwart Herbert Rautenberg nicht nur als Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen erhalten, sondern möglichst verbessern.

Sulz-Renfrizhausen (ah) Die Kirchbergweiher gehören seit vielen Jahren zu den Fischgewässern des ANV. Sie werden als Angel- und Aufzuchtgewässer genutzt.

Durch zahlreiche Arbeitsstunden werden die Teiche intakt gehalten. Rautenberg ist oft täglich auf dem Kirchberg. Wenn einer der Weiher nicht mehr so richtig dicht ist oder aus einem anderen Grund Wasser ausläuft, so läuten bei ihm die Alarmglocken. In den vergangenen Jahren ist allerdings nichts Negatives passiert. Ein artenreicher Fischbestand ist dank der Pflegte der Fischer aufgebaut und gesichert worden.

Die Mitglieder wollen die Lebensräume so naturnah wie möglich gestalten. Dass die Artenvielfalt generell zurückgeht, ist für Rautenberg ein Grund, zu warnen und zu reagieren.

"Es gibt viele Gründe, warum dies so ist", weiß er. Dieses Problem könnten die Vereine, die sich für die Natur engagierten, nur gemeinsam lösen. Die Naturschützer müssten denn auch das Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz schärfen.

Neues Leben im Totholz

Rautenberg glaubt, dass nur jemand, der die Natur kennt, sie auch schützen kann. "Wir brauchen solche Menschen, die sich freiwillig engagieren und sich für das Gemeinwesen einsetzen", sagt er. Die ursprüngliche Flora und Fauna ziehe sich sonst immer weiter zurück.

Rautenberg weiß, dass vieles, das für den Naturschutz geleistet wird, meistens nur Notbehelf ist. Manches werde zudem fehlerhaft oder zu kurzsichtig ausgeführt. Man brauche ausgewogene Schutzmaßnahmen. Dass die Natur Entfaltungsräume wie Biotope benötige, sei inzwischen erkannt worden. Jedoch dürfe die Mitverantwortung beim Erhalt naturnaher Lebensräume nicht an ein paar Idealisten hängen bleiben, sondern sollte eine allgemeine Haltung einnehmen.

Bei den Weihern wurden die Ufer mit Natursteinen verstärkt. Auch wurden Steinhaufen und Totholzhaufen aufgeschichtet. Dort ziehe schnell wieder neues Leben ein, weiß Rautenberg. Pilze, Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen siedeln sich im Totholz an. Käfer und Wildbienen legen dort ihre Eier ab. Es gebe nur wenige andere Lebensräume mit einer so großen Artenvielfalt wie in einem solchen Haufen, erklärt der ANV-Gewässerwart.

Allein in diesem Jahr haben die Mitglieder wieder über 700 Stunden ehrenamtlich auf dem Kirchberg gearbeitet, damit die Fischweiher und das Gelände drumherum ein Naturparadies bleiben.

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