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Sulz a. N. Schwan verfängt sich in Angelhaken

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Ein großes Helferteam beteiligt sich an der Rettungsaktion in Sulz. Foto: Braun

Sulz - Es war eine spektakuläre Rettungsaktion mit einem Happy End: Ein großes Helferteam rettete den Sulzer Schwan, dessen Hals sich an einem Angelhaken verfangen hatte. Nun ist die tierische Familie wieder glücklich beieinander. Der Fall ist damit aber nicht erledigt: Der unbekannte Täter wird bei der Polizei wegen Tierquälerei angezeigt.

Die Sulzer Schwanenfamilie - es sind zwei Altschwäne und sechs Junge - hat kürzlich erneut für Aufregung gesorgt. In den vergangenen Wochen haben sich die Helfer viel um die Küken gekümmert, nun war die Schwanen-Mutter in Gefahr: Ein Angelhaken hing an ihrem Hals, und sie musste in einer aufwendigen Aktion eingefangen und vom quälenden Haken befreit werden.

Jäger, Tierschutzverein, Feuerwehr und Tierärztin waren beteiligt

Ganz einfach war dies nicht, berichtet Hegeringleiter und amtlicher Naturschutzwart Ludwig Schrägle. Im Laufe der Woche habe man versucht, den Schwan einzufangen - vergeblich. Um den Einsatz professionell zu meistern, habe man dann die Tierrettung aus Tübingen mit ins Boot geholt. Michael Hoffmann und Sabine Klein brachten die notwendige Erfahrung mit, um das Tier behutsam einzufangen. Beteiligt waren an der Rettungsaktion am Freitag auch die Sulzer Jäger, der Tierschutzverein, einige Feuerwehrmänner um Matthias Braun und die Holzhauser Tierärztin Anne von Stromberg.

"Seit Langem kümmern sich Matthias Braun, stellvertretender Abteilungskommandant bei der Feuerwehr, und seine Frau Doreen Schmidt und Tochter Ginna vorbildlich um die Schwäne", berichtet Schrägle.

So hatte Doreen Schmidt, die die Schwäne bereits sehr gut kennen, beim Rettungseinsatz eine ganz wichtige Rolle gespielt. Sie lockte den Schwan mit Futter in einen Seitenkanal. In dieser Zeit spannten die anderen Helfer ein Netz ein. Schnell und behutsam wurde der Schwan eingefangen und von seinen Schmerzen befreit.

Schwan muss in Tierklinik transportiert werden

Am Sonntag gab es dann erneut Alarm: Passanten haben berichtet, dass der Schwan Schluckbeschwerden hat, sagt Schrägle. Nach Absprache mit Tierärztin von Stromberg wurde der Schwan in die Tierklinik nach Empfingen zum Röntgen gebracht. "Für den Transport haben wir eine Art Hundebox verwendet", berichtet Schrägle.

Für die Helfer war es wichtig, sich zu vergewissern, dass der Schwan kein Metall gefressen hatte. Die Röntgenaufnahmen ließen aufatmen: Alles war gut. Womöglich habe der Schwan die Metallreste bereits ausgeschieden, meint Schrägle.

Fischerverein vermutet dass Schwarzfischer am Werk waren

Er hat vor, den Fall bei der Polizei anzuzeigen. "Wir haben sofort Kontakt zum Fischereiverein aufgenommen. Sie vermuten, dass es Schwarzfischer waren", sagt Schrägle. Der Hegeringleiter appelliert auch an die Spaziergänger, die Schwäne nicht zu füttern. Denn auch das ist ein Problem, das gesundheitliche Folgen haben kann. "Die Schwäne sollen Wildtiere bleiben und dürfen nicht vermeschlicht werden", betont er. Und: "Kuchen tut ihnen nicht gut." Er findet es erschreckend, dass Menschen immer wieder Essensreste und zum Teil sogar Müll wegwerfen und meinen, das sei Futter für die Schwäne.

Nun hat die Geschichte zum Glück ein gutes Ende. "Die Schwanenfamilie hat die Mutter nach der Rettungsaktion freudig wieder aufgenommen." Schrägle lobt die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. "Ohne dieses Zusammenspiel wäre die Rettung nicht möglich gewesen."

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