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Sulz a. N. Schmuck, aber nicht abgehoben

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Die Firma Sülzle Baukonzept hat im "In Park A 81" ein schmuckes Haus gebaut. Fotos: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

"Endlich Platz", freuen sich Regina und Jörg Sülzle. Anfang der Woche sind sie mit ihrer Firma von der Berg- und Torstraße in der Kernstadt in den "InPark A 81" gezogen. Nur noch einige Restarbeiten sind im Neubau und im Außenbereich zu erledigen.

Sulz. Ein schmuckes Haus ist entstanden, jedoch nichts Abgehobenes. Das war den Bauherren wichtig. Es sei mit den Materialien gebaut werden, die auch für normale Wohnhäuser verwendet würden.

Bei nur 80 Quadratmetern für sieben Mitarbeiter ist es in der Bergstraße zu eng geworden. Die Ausstellung in der Torstraße hatte 100 Quadratmeter. Beim Ausräumen haben die Sülzles gemerkt: "Es hat sich viel angesammelt." Das alles kann nun viel besser untergebracht und präsentiert werden.

Im Erdgeschoss des Neubaus wird unter anderem ein "Musterbad" eingerichtet. Sämtliche Baustoffe für den Innenausbau, von Fliesen, Boden- und Wandbelägen bis zu Fenstern, werden ausgestellt. Das wollten die Kunden auch sehen: "Jetzt können wir alles zeigen", sagt Jörg Sülzle. Im ersten Obergeschoss sind insgesamt zehn Büros eingerichtet. Dort haben die Mitarbeiter genug Platz, um die Corona-Abstände einzuhalten. "Ein bisschen", so Sülzle, "können wir uns noch vergrößern."

Im hinteren Bereich steht eine geschlossene Lagerhalle für Geräte und Baustoffe, daneben die offene Halle für die Firmenfahrzeuge. Sülzle plant die Umstellung auf Elektro-Autos. Zwei Ladestationen werden deshalb noch aufgebaut.

Der Strom wird umweltfreundlich erzeugt: Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 90 Kilowatt. Sülzle geht davon aus, dass damit das Gebäude mitsamt den Elektrofahrzeugen nahezu zu 100 Prozent mit Energie versorgt werden kann. Überschüssiger Strom wird verkauft oder in Batterien gespeichert.

Das Regenwasser vom Dach versickert im hinteren Teil des Grundstücks. Dort legt Sülzle ein Biotop an, und dort darf dann auch eine kleine Wildnis für Bienen und andere Insekten entstehen.

Im "InPark" dürfte es ansonsten etwas gepflegter aussehen. Die Blumenrabatte auf der Straße sind mit Unkraut bewachsen. Eine Werbung für Sulz sei das nicht gerade. Die Sülzles haben auch feststellen müssen, dass die Berta-Benz-Straße im Google nicht bekannt und überhaupt der "InPark" mit dem Navi schwer zu finden sei. Der Möbellieferant für den Neubau hatte, bis er die Firma fand, eine Irrfahrt in Sulz hinter sich, erzählen sie.

Ärgerlich auch: Es fehlten eine Busanbindung sowie Rad- und Fußwege zum Wohngebiet Kastell. Man komme sich wie abgenabelt vor. Der Glasfaseranschluss durch die Telekom ist inzwischen vorhanden, aber, wie zuvor bei anderen Firmen im Gebiet auch, sei dies ein "langer Weg" gewesen.

Die Auftragslage ist nach wie vor gut. Bedingt durch die Corona-Pandemie habe es nur bei Materialbestellungen die eine oder andere Verzögerung gegeben. An der Neckarstraße baut die Firma Sülzle derzeit ein dreiteiliges Mehrfamilienhaus mit 22 Wohnungen. 21 seien bereits verkauft. Jörg Sülzle geht davon aus, dass dieses Großprojekt im September 2021 fertiggestellt werden kann. Wegen des sumpfigen Geländes am Neckar sei es keine einfache Baustelle.

Derweil sucht Sülzle Baukonzept nach weiteren bebaubaren Grundstücken. In der Kernstadt sei es schwierig, noch welche zu finden. In den Neckarwiesen hat die Firma bereits fünf Mehrfamilienhäuser errichtet: "Dort ist es voll." An einem Ärztehaus auf dem städtischen Grundstück in der Zeppelinstraße bekundet Jörg Sülzle kein Interesse. Wohnungen seien gefragter, und am Neckar nochmals zu bauen, will er nach den bisherigen Erfahrungen eigentlich nicht mehr.

Baubeginn für das neue Firmengebäude war im Mai 2019. Die Fertigstellung hätte etwas früher sein können, aber die Baustellen der Kunden hätten Vorrang gehabt. Wenn es Corona zulasse, solle der Neubau im September eingeweiht werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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