Die Glascontainer stehen direkt neben dem Zaun des Kindergartens auf der Schillerhöhe. Die Erzieherinnen befürchten, dass Kinder durch herumliegende Glasscherben verletzt werden können. Foto: Steinmetz

Glascontainerplatz direkt am Kindergarten sorgt für Gefahren. Elternbeirat sammelt Unterschriften.

Sulz - Der Kindergarten Schillerhöhe hat mit dem Glascontainerplatz in der Mörikestraße ein Problem. Für Kinder besteht eine dauernde Gefahr, sich zu verletzen.

Scherben liegen nicht nur vor den Behältern, sondern auch auf dem Spielplatz. Das Freigelände des Kindergartens grenzt nämlich direkt an den Glascontainerplatz.

Obwohl der Spielplatz eingezäunt ist, werden immer wieder Glasscherben von zerbrochenen Flaschen im Sandkasten und im Gras gefunden. Die Erzieherinnen kontrollieren das Gelände regelmäßig, bevor die Kinder ins Freie dürfen. Doch im Gras könnten schon mal Splitter übersehen werden, erklärt Kindergartenleiterin Marion Loebnitz. Ein Kind habe sich bereits verletzt. Das kann sich durchaus wiederholen.

"Da liegt schon wieder eine": Marion Loebnitz zeigt auf die Scherbe im Garten, liest sie auf und wirft sie in den Container.

Ganz scherbenfrei ist der Platz selten. Am schlimmsten sei es im Frühjahr nach der Schneeschmelze und nach den Sommerferien. Beobachtet hat die Kindergartenleiterin auch schon, dass Porzellangeschirr auf dem Glascontainerplatz hinterlassen wurde. Das verlockt die Kinder dazu, mit den Füßen darauf herumzutreten.

Die Glascontainer gehörten nicht neben einen Kindergarten, betont Marion Loebnitz. Das meint auch der Elternbeirat, der beim jüngsten Siedlerfest auf der Schillerhöhe eine Unterschriftenaktion gestartet hat, damit der Glascontainerplatz versetzt wird. Die Unterschriften sollen dem Gemeinderat übergeben werden.

Karl-Heinz Steng von der Stadtverwaltung sieht allerdings keine Möglichkeit, den Containerplatz zu verlegen. Damit habe sich auch schon der City-Rat beschäftigt. "Nirgends ist es geschickt", so Steng. Er weist auf den Standort beim Friedhof hin: Auch da gebe es immer wieder Beschwerden wegen des Lärms.

Steng glaubt, dass auf der Schillerhöhe der Kindergarten nur vorgeschoben wird und der Glascontainerplatz vor allem wegen der Lärmbelästigung wegkommen soll. Seit etwa vier Jahren befindet er sich in der Mörikestraße. Zuvor waren die Glascontainer im Kreuzweg. Dort konnten sie aber nicht bleiben, weil in diesem Bereich gebaut wurde.

Steng hat auch schon geprüft, ob das Problem mit den Scherben im Kindergartengelände durch ein "Fliegengitter" gelöst werden könnte. Davon ist er aber wieder abgekommen: "Das sieht nicht gut aus".