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Sulz a. N. Schäfer: "Mit dem Wolf müssen wir leben"

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Auch in Zeiten des Wolfes bietet der Beruf des Schäfers eine Perspektive. Foto: Huber

Sulz - Im Naturschutzgebiet unterhalb der Ruine Albeck zieht Aron Mauch mit seiner Schafherde am Hang entlang. Der junge Mann hat Großes vor: Er übernimmt gleich zwei Schäfereien.

Aron Mauch ist gerade einmal 24 Jahre alt und weiß genau, was er will. Nach seinem Abschluss an der Werkrealschule Sulz hat er eine Ausbildung zum Schäfer in einer Schäferei absolviert, die der Universität Hohenheim angegliedert ist. Er hatte damals noch Glück, denn zu seiner Ausbildungszeit gab es in Hohenheim auch noch eine Berufsschule für Schäfer.

Wirkung von Futtermitteln erforscht

Nach seinen Lehrjahren arbeitete er an den Forschungseinrichtungen der Universität, dem oberen und unteren Lindenhof im Arbachtal auf der Gemarkung Ehningen, im Bereich der Schafzucht. Nicht nur das Einkreuzen von Rassen, sondern auch die Wirkung von verschiedenen Futtermitteln wird dort erforscht.

Die Mitarbeit bei verschiedenen Projekten vermittelte Aron ein breit gefächertes Wissen weit über die Umfänge der normalen Schäfer-Ausbildung hinaus. Nach der dreijährigen Lehre bereiste er mit einem Freund Neuseeland. In den zehn Monaten seines dortigen Aufenthalts lernte er die Landwirtschaft kennen. Zuerst jobbten die beiden auf einer Kiwi-Farm, danach wechselten sie auf eine Milchfarm und waren dort als Melker angestellt. Nach seiner Rückkehr arbeitete Aron drei Jahre an verschiedenen Forschungseinrichtungen. Nun wird Aron neben der Schäferei seines Vaters auch den zweiten Betrieb übernehmen: die Herde des Bergfelders Klaus Schaible. Den landwirtschaftlichen Betrieb wird Schaible aber weiterführen.

Herde ist weiter gezogen

Die Herde ist in der Zwischenzeit weitergezogen. Kira, so heißt die Hündin, die Aron begleitet, hat die Herde im Griff. Nur nachts werden die Tiere in einen eingezäunten Bereich getrieben.

"Mit dem Wolf müssen wir in Zukunft leben" meint Aron im Hinblick auf die aktuelle Wolfsdebatte. Seiner Meinung nach sollte die Population kontrolliert in einem bestimmten Bereich gehalten werden, so dass die Tiere Nahrung in der Natur finden und nicht darauf angewiesen sind, Nutztiere zu überfallen. Der Einsatz von Herdenschutzhunden werde sich nicht vermeiden lassen, meint der junge Schäfer. "Das ist natürlich ein zusätzlicher Kostenfaktor."

Doch was bewegt einen jungen Menschen, diesen Beruf zu ergreifen. "Ich möchte das, was sich mein Vater aufgebaut hat, weiterführen", betont Aron. Natürlich sei es auch die Verbundenheit zu den Tieren und zur Natur, die ihn seit Kindesbeinen an geprägt hätten. Aron blickt auf seine Herde. In der Zwischenzeit sind die ersten Schafe am unteren Rand des Hanges angekommen. Einige Schüler des Sulzer Gymnasiums kommen auf die Herde zu und fangen zaghaft an, die Tiere zu streicheln. "Als wir gestern mit unserer Herde hinter dem Gymnasium vorbeizogen, waren viele Schüler an den Fenstern zu sehen", erzählt Aron. Trotz ländlicher Region ist so eine Schafsherde doch immer ein Hingucker.

Ihre Redaktion vor Ort Sulz

Marzell Steinmetz

Fax: 07454 95806-19

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