Sie weihen den Kilomterstein an der Kreisstraße zwischen Mühlheim und Empfingen ein (von links): Mühlheims Ortsvorsteher Axel Zirner, der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber, Gabi Schweizer vom Empfinger Steinmetzbetrieb Hellstern und Kessler, Initiator Karl Wezel, Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Empfingens Bürgermeister Albert Schindler. Foto: Danner

Zwischen Mühlheim und Empfingen kann der Verkehr wieder rollen. Alte Wegmarkierungen wurden wiederhergestellt.

Sulz/Empfingen - Seit Wochen rollt bereits der Verkehr über die sanierte Kreisstraße zwischen Mühlheim und Empfingen. Gestern wurde sie nun gemeinsam mit einem eigens nach historischen Vorbild geschaffenen Kilometerstein offiziell eingeweiht.

Karl Wezel hatte die alte Wegmarkierung bei den Bauarbeiten gefunden. Von seinen Mitstreitern Waldemar Stähle, Gerhard Wegenast und Helmut Heizmann unterstützt, hat der 70-jährige Mühlheimer, der auch die Kleindenkmale auf der Gemarkung erfasste, das gute Stück von einem Steinmetz aus Empfingen nachempfinden lassen. Das kam nämlich billiger, als eine Sanierung. 0,5 Kilometer bis Mühlheim und 1,5 Kilometer bis Empfingen ist auf den beiden Seiten zu lesen – je nachdem, von wo man halt kommt. Die Kosten dafür haben sich der Ort Mühlheim, die Stadt Sulz und die Gemeinde Empfingen geteilt. Darüber freute sich gestern Mühlheims Ortsvorsteher Axel Zirner ganz besonders.

Die Kosten für die Sanierung der einstigen Holperpiste liegen da wohl höher, bei 850.000 Euro. Dafür gibt es Fördermittel in Höhe von 60 Prozent vom Land. Landrat Wolf-Rüdiger Michel betonte, dass dies nach einer Änderung der Zuschusspraxis der Regierung von Baden-Württemberg die letzten Fördermittel des Landes für dieses und wohl auch für das kommende Jahr für den Ausbau von Kreisstraßen seien. Geld gebe es nun nur noch für Belagsarbeiten. Er hatte aber die gute Nachricht im Gepäck, dass davon die Straße vom Kreisverkehr bis nach Bergfelden, die Verbindung von Mühlheim nach Holzhausen und die Ortsdurchfahrt Sigmarswangen profitieren. Die drei Belagsarbeiten, die insgesamt mit rund 1,1 Millionen Euro zu Buche schlagen, werden ausgeschrieben und sollen noch im Herbst beginnen.

Der Sulzer Bürgermeister, Gerd Hieber, betonte, dass sich rund 50 Kilometer Kreisstraße auf Sulzer Gemarkung befänden. Das sind 17 Prozent und damit doppelt soviel, als bei jeder anderen Stadt oder Gemeinde im Kreis. Daher sei es eben auch nicht verwunderlich, dass hier mehr investiert werden müsse, um die Substanz zu erhalten. Dabei schloss er allerdings auch die städtischen Straßen mit ein, was sich auf die Haushaltsberatungen niederschlage.

Bürgermeister Hieber würdigte Karl Wezels Engagement. Das Motto der Heimattage – "Hier lebt Heimat" – ist hier direkt umgesetzt worden. Auf der Verbindungsstraße zwischen den beiden Landkreisen Rottweil und Freudenstadt wünschte Hieber allen eine gute und sichere Fahrt mit festen Blick auf die Fahrbahn. Aber beim Kilometerstein, da dürfe man schon mal kurz zur Seite sehen.