Wettkampf: Mit der Beteiligung sehr zufrieden / Karpfen wiegt 5 870 Gramm
Sulz-Bergfelden. Das nennt man Begeisterung: Sechs Jungfischer und neun Fischer trafen sich am Sonntagmorgen am Bergfelder Stausee, um am Königsfischen teilnehmen zu können. Denn nur, wer um 6 Uhr da ist, wird auch zur Wertung zugelassen.
Zum Plätschern des Mühlbachs, der sich über das Stauwehr hinabfallen lässt, gesellte sich bei Sonnenaufgang das Gezwitscher der in den Tag startenden Vögel. Die Fischer richteten sich derweil ihre Angelplätze ein. Jeder schwört da auf seine spezifische Einrichtung des Platzes. Wo wird der Kescher abgelegt, wo der Abhakbereich angelegt? Neben dem Sitzplatz mit dem Verstauplatz für die Getränke, die bei ansteigenden Temperaturen wichtig werden, ist die Auswahl des Rutenplatzes entscheidend.
Nun galt es bis 11 Uhr mit drei Fängen einen Fisch mit Maximalgewicht zu fangen, um bei der Siegerehrung den Pokal im Empfang nehmen zu dürfen. Da aus Erfahrung die besten Fänge am frühen Morgen gemacht werden, konzentrierten sich alle auf ihre Ruten. Noch war keine Ablenkung gewünscht. Die Spannung stieg: Wer macht den ersten Fang? Was hängt da an der Schnur? Die Zeit verging und langsam machte der Fang eines großen Karpfens die Runde. Erste Schätzungen lagen bei viereinhalb Kilo. Nun galt es für die anderen Fischer, sich ins Zeug zu legen und weiter Beute zu machen. Doch kurz Schluss sah es so aus, als ob kein weiterer großer Fisch an den Haken gehen wird.
Jörg Bohnet beendete Punkt 11 Uhr den Wettbewerb. Dann kamen die letzten Fänge auf die Waage. Alle waren gespannt auf das Ergebnis. Bei den Jungfischern belegte Lara Geissler mit ihrer schwersten Forelle (600 Gramm) den dritten Platz. Wie sieht die Ausbeute bei Lukas Göhring aus? Seine schwerste Forelle wog 605 Gramm, und er belegte damit den zweiten Platz. Der erste Platz ging an Jonas Geissler: Bei seiner schwersten Forelle bleibt die Waage bei 860 Gramm stehen.
Bei den Erwachsenen brachte Jörg Bohnets schwerster Fang – eine Forelle – 800 Gramm. Er erreichte den dritten Platz. Gerd Grathwohl hatte eine Schleie mit 1400 Gramm am Haken, was ihm den zweiten Platz einbrachte. Und wie schwer ist nun der Karpfen, den Rüdiger Hauser am Haken hatte? Er wurde ja vorher auf viereinhalb Kilo geschätzt. Weit gefehlt: 5 870 Gramm zeigte die Waage an. Damit war eindeutig, dass der erste Platz an Rüdiger Hauser gehen musste. Von Beifall begleitet überreichte der erste Vorsitzende Jörg Bohnet die Präsente an die Platzierten und den Pokal an die Sieger. Da Rüdiger Hauser auch im vergangenen Jahr bereits den ersten Platz belegt hatte, könnte er laut Reglement bei einem ersten Platz beim nächsten Königsfischen den Wanderpokal dauerhaft übernehmen. Nach der Siegerehrung grillten die Fischer bei ihrer idyllisch gelegenen Hütte und feierten ihre Sieger.