Peter Kreth, dessen Familie das denkmalgeschütze Gasthaus auf dem Marktplatz gekauft hat, plant eine komplette Renovierung des Gebäudes. Foto: Danner

Traditionsgasthaus am Marktplatz in neuem Besitz. Nach dem Umbau wird eine Vinoteka ihre Türen öffnen.

Sulz - Die alten Sulzer erinnern sich noch gut an ihre Besuche im "Rebstöckle". Seit zehn Jahren steht das Gebäude auf dem Marktplatz jetzt leer. Nun hat es die Familie von Peter Kreth gekauft und möchte dem Traditionsgasthaus wieder Leben einhauchen.

In den nächsten Wochen und Monaten tut sich was in der "guten Stube" von Sulz. Peter Kreth, ein gebürtiger Sulzer, lässt die einstige Weinstube auf dem Marktplatz renovieren.

Schon länger habe seine Familie, auch seine Eltern leben in der Neckarstadt, mit dem Erwerb des denkmalgeschützten Hauses geliebäugelt. Bereits sein Vater, erzählt Kreth, sei hier früher Gast gewesen.

Aus alten Unterlagen ist zu entnehmen, dass das Gebäude vermutlich nach dem großen Stadtbrand von 1794 umgebaut wurde. Seit 1872 befand sich das altehrwürdige Haus immer im Besitz der Familie Adrion/Schenk.

Nun soll die Tradition mit einer anderen Sulzer Familie, eben den Kreths, weitergeführt werden. Die Gaststube wird in ihrem Grundriss erhalten, ebenso das Nebenzimmer auf zwei Ebenen.

Altes mit Neuem verbinden möchte Peter Kreth und dabei das Flair des "Rebstöckle" bewahren.

Eine Weinstube war das "Rebstock", wie es offiziell heißt, noch bis vor zehn Jahren. Künftig soll es eine Vinoteka mit Restaurant werden. Nichts Überkandideltes, sondern ein gemütlicher Ort, wie es schon früher einer war, betont Kreth.

Den Sulzer Marktplatz hält er übrigens für einen der schönsten in der ganzen Umgebung. Am Gebäude selbst möchte er daher auch keine baulichen Veränderungen vornehmen. Vielmehr wird es in Absprache mit dem Denkmalamt und der Stadtverwaltung gründlich renoviert. Wann es seine Gasthaustür wieder für die Besucher öffnet, vermag Peter Kreth noch nicht so genau zu sagen. "Aber in einem Jahr wird man schon viel sehen."

Und die Sulzer können die Baufortschritte an prominenter Stelle auf dem Marktplatz tagtäglich selbst in Augenschein nehmen.