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Sulz a. N. Rat nimmt weiße Flecken in Kauf

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Neben der Maschinenhalle wäre der Standort für den 30 Meter hohen Funkmasten. Anlieger haben dagegen Einspruch erhoben. Foto: Huß Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Dürrenmettstetten. Die Plätze im Bürgersaal reichten kaum aus für die Zuhörer der Sitzung am Donnerstagabend, in der über die Errichtung einer Funkübertragungsstelle gesprochen wurde. Ortsvorsteher Siegfried Dölker begrüßte knapp 20 Bürger.

Der Ortschaftsrat hatte das entsprechende Baugesuch für das Gewann Lohacker/Dettingerstraße vorab in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt. Der Bauherr Deutsche Funkturm in Stuttgart sieht diesen Standort als geeignet dafür, einen 30 Meter hohen Stahlgitterturm zur besseren Funkversorgung im D1-Netz zu errichten.

Die unmittelbar angrenzenden drei Eigentümer waren im Oktober über das Baugesuch benachrichtigt worden. Der Ortsverwaltung gingen mittlerweile drei schriftliche Ablehnungen sowie der zusätzliche schriftliche Einspruch einer Mietergemeinschaft ein, informierte der Ortsvorsteher.

Von der geplanten Höhe der Antenne sei das Gremium überrascht gewesen, so Dölker. Ebenso sei man von einer Dachkonstruktion ausgegangen. Mit dem Planer seien verschiedene Standorte nochmals durchgesprochen worden, doch sei der Standort auf dem Gewann neben einer Maschinenhalle ideal, um die Netzabdeckung mit der vierten Generation (4G) auszubauen.

Der Ortschaftsrat lehnte das Baugesuch ab. Dölker gab bekannt, dass sich das Gremium der Gefahr bewusst sei, dass dann im Ort eventuell "weiße Flecken" bestehen bleiben. Die Einwendungen würden weiter geprüft. "Wir akzeptieren einen Funkturm als Dachaufbau, aber nicht in dieser Höhe", fasste der Ortsvorsteher abschließend zusammen.

Das zweite Baugesuch betraf den Abriss und Wiederaufbau eines abgebrannten Dachstuhls im Tiergarten, den das Gremium zustimmend zur Kenntnis nahm.

Zehn Obstbäume wird der Ortschaftsrat rund um Dürrenmettstetten pflanzen, gab Dölker bekannt. Weiterhin werde der Fahrradstellplatz, bisher hinter dem Rathausgebäude, neu festgelegt.

Gut verlaufen sind laut Dölker die Gespräche mit der Kirchengemeinde hinsichtlich einer Kindergartenrenovierung. Das Gremium werde sich künftig am Nachmittag für Ältere helfend mit einbringen. Dadurch werde die Arbeit der Mesnerin erleichtert. Ortsvorsteher Siegfried Dölker wird vom 18. Dezember bis zum 10. Januar beruflich im Ausland sein. Die Rathausgeschäfte werden in dieser Zeit von seinen Stellvertretern Markus Steinwand und Reinhard Kießling geleitet, lautete eine weitere Mitteilung.

Um das Ortsbudget etwas aufzubessern, sollen im März wieder ein Retro-Abend sowie im Juli ein Bürgerabend veranstaltet werden. Dieser beinhalte eine Ortsumfahrt mit Felderbegehung mit einem landwirtschaftlichen Referenten. Der Abschluss solle mit allen Bürgern in einem Zelt in der Dorfmitte abgehalten werden.

Von der Verabschiedungsfeier von Robert Trautwein hat Dölker nur positive Rückmeldungen bekommen. Vom ehemaligen Ortsvorsteher solle er Dankesgrüße ausrichten.

Eine Frage nach einer Anpassung der Betreuungszeiten im Kindergarten oder auch ein Verbesserungsvorschlag zur Mängelmeldung im Internet waren zu Beginn in der Bürgerfragestunde vorgebracht worden.

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