Helmut Hauser plant zu seinem 85. Geburtstag im März 2012 ein Uraufführungskonzert
Von Gert Ungureanu Sulz-Renfrizhausen. Das Dichten und das Singen sind bei Helmut Hauser nicht voneinander zu trennen. Bereits zu seinem 80. Geburtstag hatte es ein Chorkonzert gegeben mit Liedern zu seinen Texten. Wenn er am 26. März 2012 seinen 85. Geburtstag feiert, will der Ostdorfer noch etwas mehr: ein Uraufführungskonzert mit Hauser-Gedichten, die von namhaften Komponisten vertont worden sind.
Neun hat er angeschrieben, und jedem von ihnen hat er je sechs Gedichte zukommen lassen, insgesamt 54 an der Zahl, "alle aus den letzten zwei, drei Jahren". Alle haben zugesagt, und manche von ihnen haben drei von sechs Texten musikalisch umgesetzt. Mit manchen von ihnen – dem Chordirektor Gerhard Rabe aus Dortmund, den Gauchormeistern Claus-Dietmar Eisert aus Heilbronn oder Hermann J. Settelmeyer aus Speyer – hat er schon öfters zusammengearbeitet. Andere hat er nur dem Namen nach gekannt.
Besonders freut ihn, dass neben Theo Fischer aus Sarmsheim, Alfons Scheirle aus Fellbach, Hans Dörner aus Arnsberg und Rolf Ammann aus Tailfingen auch der preisgekrönte Chorleiter und Dozent Karl Haus aus Schweinfurt das Gedicht "Du reichtest mir die Hände" vertont hat. "Dass alle geantwortet haben, macht mich stolz und froh", kommentiert Hauser die Resonanz.
Wo das Konzert stattfinden soll, weiß der in Renfrizhausen geobrene Jubilar noch nicht. Fest steht nur, dass es in Balingen sein soll. Und fest steht auch, dass einfache Landchöre und Auswahlchöre singen werden und das Konzert auf DVD verewigt wird, "von einem Filmemacher aus Bergfelden". Einer davon – das Männervokalensemble Zollern-Alb aus Straßberg – hat bereits zugesagt. Dessen Vorsitzender Hermann Löffler werde auch die Moderation übernehmen, verrät Hauser. Mit dem Silcherchor sei er noch in Verhandlungen. Den Festvortrag hält Ferdinand Kramer aus Riedlingen.
Sinn und Zweck des Konzerts? "Die Freude am Singen und an Uraufführungen", sagt Helmut Hauser. "Die Chormusik ist nicht auf dem absteigenden Ast, das Singen lebt." Er wolle etwas bieten für Leute, die Freude daran haben, denn: "Vielleicht ist es der letzte runde Geburtstag, und ein würdevoller Abschluss."