Horst Sautter Foto: Steidinger Foto: Schwarzwälder-Bote

Horst Sautter ermutigt beim Tag der offenen Tür der Elly-Heuss-Knapp-Schule die Absolventen zum Weitermachen

Von Tamara Steidinger Sulz. Bei einem Informationstag für Eltern und Schüler an der Elly-Heuss-Knapp Schule stellte Schulleiter Horst Sautter am Samstag die verschiedenen Möglichkeiten vor, die Schülern nach dem Abschluss der Hauptschule offen stehen.

 

Dazu gehören ein Berufskolleg, eine Wirtschaftsschule und die Berufsschule. Die Wirtschaftsschule kann im Anschluss an einen Hauptschulsabschluss oder nach dem Abgang von Gymnasium oder Realschule nach der 9. Klasse besucht werden, um die Mittlere Reife nachzuholen. Beim Berufskolleg I (BK I), das nach Abschluss der Mittleren Reife angestrebt werden kann, liegt der Schwerpunkt auf der beruflichen Grundausbildung, um den Schülern bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen. Wer die Fachhochschulreife erreichen möchte, für den führt der Weg weiter in das Berufskolleg II. Aufgenommen werden nur Schüler, die beim BK I in den Hauptfächern einen Durchschnitt von 3,0 haben. "All das kann nur erreicht werden, wenn man ein ordentliches Zeugnis vorzeigen kann", betonte Sautter. Die Anforderungen zeigen sich auch an der "Probezeit": Wer das erste Halbjahr nicht besteht, muss die Schule verlassen, machte Sautter deutlich.

Bei einem Fachhochschulabschlusses, also nach erfolgreichem Abschluss des BK II, stünden die Aussichten auf einen qualifizierten Ausbildungsplatz noch besser. Die Fachhochschulreife ermögliche den Schülern ein Studium an einer Fachhochschule. Diesen Weg schlägt allerdings nur ein sehr geringer Teil der Schüler an der Elly- Heuss-Knapp-Schule ein: Von den derzeit rund 300 Schülern entscheiden sich jedes Jahr nur sechs oder sieben für ein Studium.

"Das berufliche Schulwesen eröffnet heute viele Wege zu Beruf und zum Studium", erklärte Sautter. Aufgrund des dreigliedrigen Schulsystems in Deutschland könne sich jeder Hauptschüler weiterbilden bis zum Abitur. Dieses könne an einer Berufsoberschule, einem einjährigen Unterricht nach dem BK II, nachgeholt werden. Diese Möglichkeit bietet Sulz allerdings nicht an. Sautter betonte zudem die Qualität der Lehrkräfte und des Schulmanagements.

Im Anschluss an die Präsentation konnten Eltern und Schüler bei einer Führung das Schulgebäude besichtigen.