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Sulz a. N. Neckarbrücke ist nicht mehr zu retten

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Gerold Günzer vom Straßenbauamt (Zweiter von links) erklärt den CDU-Kreistagskandidaten, wie der Neubau der Neckarbrücke (im Hintergrund) geplant ist. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Marzell Steinmetz

Sulz. Die zwei Schwäne im Neckar lassen sich von den Besuchern nicht stören. Die CDU-Kreistagskandidaten waren aber auch nicht wegen ihnen gekommen, sondern weil sie in Fischingen die Brücke an der Einmündung des Mühlbachs besichtigen wollten.

Autofahrer merken nichts von dem maroden Zustand des in die Jahre gekommenen Bauwerks. Dass es ordentlich wackelt, wenn ein Lastwagen darüber fährt, spürten die CDU-ler aber schon, als sie auf der Brücke standen und die beiden Schwäne bewunderten. Gerold Günzer, Leiter des Straßenbauamts Rottweil, konnte beruhigen: "Gefahr ist nicht im Verzug." Dennoch bleibt nichts anderes übrig, als die Brücke abzureißen.

Auch von unten sieht sie noch ordentlich aus, von einigen rostigen Stellen abgesehen. Genauere Untersuchungen ergaben ein anderes Bild. Günzer zeigte auf verschiedene Löcher im Beton. Sie stammen von Probebohrungen. Das Ergebnis war: "Da ist nicht mehr viel zu retten." Lediglich der Mittelpfeiler kann weiter verwendet werden. Ansonsten empfahl das Fachbüro in seinem Gutachten den Neubau der Brücke und den Bau einer Behelfsbrücke.

Auf das Provisorium während der Bauzeit wolle der Kreistag verzichten, teilte Kreisrat Klaus-Dieter Thiel mit. Die Behelfsbrücke würde zwischen 600 000 und 800 000 Euro kosten. Das Geld könnte besser in andere Straßenbauprojekte investiert werden. Stattdessen wird eine voraussichtlich einjährige Sperrung der Straße zwischen Mühlheim und Fischingen in Kauf genommen. Über mögliche Umleitungen des Verkehrs hat sich Günzer noch nicht viel Gedanken gemacht. "Wir haben Zeit", erklärte er. Denn vorerst wird nur geplant.

Gebaut werden soll eine Spannbetonbrücke mit Kosten von rund drei Millionen Euro. Der Baubeginn steht deshalb noch nicht fest, da der Landkreis Fördermittel vom Land braucht. Zuletzt wurden nur noch Radwege gefördert. Vor einigen Wochen, so Günzer, sei das "Fass der Zuschüsse" aber wieder geöffnet worden. Wenn sie irgendwann wieder für den Straßenbau im Kreis Rottweil fließen, möchte er mit einer fertigen Brückenplanung parat stehen.

Das gilt auch für die Glatttalstraße, die für Günzer Vorrang hat. Sie war das nächste Ziel der Kreistagskandidaten. Im Zuge des Ausbaus soll auch der Neckartalradweg etwas anders geführt werden, und zwar geradlinig auf die Brücke zwischen Neckarhausen und Glatt zu. Das erspart den Radlern, eine kleine Strecke auf der gefährlichen Kreisstraße zu fahren. Die Überquerung der Straße kann jedoch nicht vermieden werden. Der neue Weg würde über eine Wiese führen. Günzer erwartet von der Stadt Sulz nun Unterstützung bei den erforderlichen Grundstücksverhandlungen. Kreisrat Thiel hätte gern eine andere Lösung gehabt, mit der auch der Glatttalradweg besser angebunden würde. Nur wäre dafür ein Steg über die Glatt erforderlich gewesen. "Auf der Zeitschiene kriegen wir das nicht hin", verwies Günzer auf die aufwendigere Planung vor allem wegen der Brücke. Die Fördermittel für die neue Streckenführung des Radwegs müssten bis Ende 2015 ausgegeben werden.

Die Kreistagskandidaten wanderten einige hundert Meter auf einem Waldweg. Von oben sahen sie der Planung zufolge dann die Stelle, an der die Glatt weiter in die Wiese hinein verlegt werden soll. Dadurch kann die vorhandene Stützmauer abgebrochen und die Straße ebenfalls um etwa drei Meter verschoben werden.

Für den Ausbau der Kreisstraße im Glatttal werden zwei Abschnitte gebildet: Begonnen wird auf der Strecke von Hopfau nach Glatt, anschließend folgt der Streckenabschnitt von Glatt nach Neckarhausen. Auch hier gibt es noch keinen Termin für den Baubeginn. Es werde geplant, um dann auf Zuschüsse zu warten, sagte Günzer.

 
 

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