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Sulz a. N. Nach 15 Jahren geht es endlich los

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Die Architektinnen Irmela Haisch und Gerhild Hamberger (von links), Bauamtsleiter Armin Schaupp, Bürgermeister Markus Huber, stellvertretender Bürgermeister, Alois Schanz, Vorsitzende des Fördervereins Mehrzweckhalle Sigrid Kimmich, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Landtagsabgeordneter Stefan Teufel, Gerd von Podewils, Landrat Wolf-Rüdiger Michel, Ortsvorsteher Peter Saile, der Leiter des CDU-Stadtverbandes Lothar Reinhardt und Bauunternehmer Rolf Seeger. Foto: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bauarbeiten für das Bürgerhaus in Leinstetten haben begonnen. Zum Spatenstich am Dienstag kamen prominente Gäste wie der Abgeordnete Stefan Teufel, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Landrat Wolf-Rüdiger Michel ins Glatttal.

Dornhan-Leinstetten. "Da hätte ich fast einen Sonnenhut gebraucht", meint Bürgermeister Markus Huber angesichts des fast schon mediterranen Spätsommertages. Die Fläche, auf der das neue Bürgerhaus entstehen soll, ist bereits planiert. Ein länglicher Erdhügel wurde für den Spatenstich vorbereitet.

Das Bürgerhaus soll in Zukunft viele Aufgaben erfüllen, berichtet Sigrid Kimmich, die Vorsitzende des Fördervereins Mehrzweckhalle. So soll in einem Büro die Ortsverwaltung unterkommen, die bisher noch im Rathaus sitzt, welches dann verkauft werden soll. Auch werde es einen großen Saal für Veranstaltungen, Sport und Aufführungen geben. Die Bühne des Saals lasse sich vom Hauptraum abtrennen und als Sitzungsraum für Vereine nutzen. Und für kleinere Veranstaltungen stehe das Foyer zur Verfügung.

Huber erinnert in seiner Rede daran, dass das erste Treffen, um sich für den Bau einzusetzen, schon 2005 stattfand und damals auch schon ein Förderverein gegründet worden sei, um Gelder für das Projekt zu sammeln. Doch andere Vorhaben seien stets dringender gewesen.

Trotz der Freude, dass es nun losgehe, "wollen wir das heute nicht zu einem Volksfest ausarten lassen, auch wenn der Anlass es verdient hätte", meint Huber. Denn wegen Corona hatte er sich dagegen entschieden, die Öffentlichkeit zur Feier einzuladen. Dementsprechend hoffte er, die Feier später nachholen zu können, wenn die Pandemie überwunden sei.

Huber rechnet mit einer Bauzeit von eineinhalb bis eindreiviertel Jahren. Die voraussichtlichen Kosten schätzt er auf drei Millionen Euro. Dahei seien die Fördermittel des Landes, um das Projekt überhaupt umsetzen zu können, wichtig. Insgesamt 1,1 Millionen Euro erhält die Gemeinde aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), dem Ausgleichsstock und der Sportstättenförderung.

Landrat Wolf-Rüdiger Michel bezeichnet diese Kombination als "Dreiklang" und lobte die Gemeinden des Landkreises für ihre gekonnte Beantragung von Fördermitteln. Denn einfach in den Schoß gefallen sei die Förderung den Bürgern der Gemeinde nicht. "Politik bedeutet das Bohren dicker Bretter", zitiert Michel den Soziologen Max Weber.

So berichtet der stellvertretende Bürgermeister Alois Schanz, dass ein gemeinsamer Besuch des Bürgermeisters, des Fördervereins, des Ortsvorstehers und der Gemeinderäte bei Minister Peter Hauk in Stuttgart letztendlich den Ausschlag gegeben habe.

Auch die Unterstützung des CDU-Landtagsabgeordneten sei entscheidend gewesen: "Ohne Stefan Teufel wäre das nicht gelaufen", so Schanz. Den Einsatz der Einwohner für das Projekt lobt Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch: "Uns hat bei ihnen überzeugt, dass die Bürger dahinter stehen.".

Gurr-Hirsch nutzt ihre Ansprache, um vor allem die Errungenschaften des ELR zu loben und zieht dabei den Vergleich zu manchen Regionen im von vielen als Vorzeigeland empfundenen Bayern. "Unsere ländlichen Räume sind vitaler und gesünder entwickelt" behauptet Gurr-Hirsch.

Doch dass nun das Budget für das Bürgerhaus zusammengekommen ist, ist nicht nur der Förderung des Landes, sondern auch dem Förderverein zu verdanken. 200 000 wird dieser zum Bau beisteuern. Wegen Corona würde noch ein Prozent der Summe fehlen, berichtet Sigrid Kimmich, die Vorsitzende des Fördervereins Mehrzweckhalle in ihrer Rede. Aber: "Das kriegen wir bis zur Einweihung zusammen", ist sie sich sicher.

Die fertige Halle soll später nicht nur den Bewohnern Leinstettens zugutekommen, sondern auch von Bettenhausen mitgenutzt werden. Dementsprechend betont Kimmich das gemeinsame Engagement der Einwohner beider Dörfer für das Vorhaben. Auch Huber hebt hervor, dass der Bau "etwas gemeinschaftsstiftendes" habe.

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